Neuseeland 2026
Der Norden der Nordinsel
(01.-13. Januar 2026)
Das Jahr beginnt für mich am anderen Ende der Welt. Um 16:30 Uhr steige ich am 1. Januar 2026 in Auckland aus dem Flugzeug. Mir schlägt warme Luft entgegen. Der Polizist, der meinen Ausweis kontrolliert, fragt mich nach meinen Plänen in Neuseeland: 3 Monate mit dem Camper durchs Land reisen. „Have fun!“ sagt er und drückt mir meinen Pass in die Hand.

Als ich im Zentrum Aucklands aussteige, höre ich Vogelgezwitscher. Auf der sechsspurigen Straße sind kaum Autos unterwegs und Menschen sehe ich auch kaum welche. Ist das hier normal? Frage ich mich. Ja, im Sommer, besonders zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Stadt wie ausgestorben, da alle im Umland Urlaub machen. Verständlich. Auckland ist wirklich keine schöne Stadt. Das sehr überschaubare Stadtzentrum besteht fast ausschließlich aus Hochhäusern. Die vereinzelten alten Häuser gehen zwischen den Wolkenkratzern fast unter.

Mein erster Stopp sind die Waipu Caves. Eine Höhle in einer Bilderbuch-Hügel-Landschaft. Die Höhle ist unspektakulär. Dafür ist der Wald, der sie umgibt, umso schöner. Ein richtiger Urwald mit mehreren Vegetationsebenen. Bis zum Knie reichen kleinere Farne und Moose. Größere Farnpalmen, Palmen und Drachenbäume bilden mit ca. 5m Wuchshöhe die mittlere Schicht und Bäume bilden mit 20 und mehr Metern das Dach des Urwaldes. Überall singt, zwitschert und summt es. Es gibt Pflanzen, die auf Pflanzen wachsen und ich gehe fasziniert ein bisschen den Trampelpfad in den Urwald hinein.
Nach einem Tag im Museum und recht viel Fahrerei, ist mir nach Natur. Ich möchte unbedingt den neuseeländischen Urwald näher betrachten und mache eine Wanderung zu Dukes Nose bei Whangaroa. Nachdem ich meine Schuhe an der Desinfektionsstation von für Kauribäume potenziell tödlichen Bakterien befreit habe, führt der Weg steil bergauf durch den Wald, vorbei an Palmen, riesigen Farnen und Kauribäumen. Begleitet werde ich von einem fast ohrenbetäubend lauten Zirpen der Zikaden, die unsichtbar in den Büschen sitzen aber selbst den lauten Motor des Autos und die Musik beim Fahren übertönen.
Am Abend komme ich mit einem deutschen Paar beim Abwaschen ins Gespräch, als Gabi sich dazu gesellt und sich in breitem Schwäbisch dem Gespräch anschließt.
Weil es in der weitläufigen Dünenlandschaft zwischen freilaufenden Hühnern und Pferden so schön ist, bleibe ich noch eine weitere Nacht auf dem Platz und fahre dann weiter nach Norden zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt der Nordinsel.
Dort erwarte ich Touristenrummel, überfüllte Parkplätze, viele Leute, Cafés und Souveniershops – wie man das von einem Touristenhotspot aus Europa gewohnt ist.
Die Straße schlängelte sich auf den Hügeln entlang und gab zwischendurch atemberaubende Aussichten auf das türkis-blaue Meer frei. Ich fühlte mich ein bisschen wie auf dem Dach der Welt. Die Autos wurden immer weniger. Als ich auf dem Parkplatz ankomme, finde ich noch eine Menge freier Plätze. Der Ausweichparkplatz wird trotz Hochsaison nicht benötigt. Es gibt eine Toilette. Cafés, Souveniershops – Fehlanzeige. Ein kleiner Leuchtturm thront eine halbe Stunde Fußweg vom Parkplatz entfernt auf einer Klippe hoch über dem Meer.
Der Blick schweift über grüne Hügel, einsame Buchten mit goldgelbem Sandstrand zu riesigen Sanddünen am Horizont, die ein wenig an Sahara erinnern. Unten immer das türkisblaue Meer.

Neben dem Leuchtturm ein Wegweiser, der viele Destinationen in unterschiedlichen Richtungen anzeigt und mich darauf aufmerksam macht, dass der Südpol mit 6211 km fast um die Ecke ist – London mit 18029 km hingegen unvorstellbar weit weg.
Nach einer kurzen Wanderung in den Giant Sand-Dunes – der neuseeländischen Sahara, geht es ab jetzt erstmal nur noch nach Süden. Die Nacht verbringe ich an einem liebevoll hergerichteten Campingplatz bei den Wairere Boulders. Der kleine Naturlehrpfad entlang eines Flussbetts mit riesigen runden Steinen, die aussehen, als hätten Riesen damit gespielt, ist wirklich sehenswert und führt über Stock und Stein durch ein Dickicht aus Palmen, Farnen und Kauribäumen begleitet von Zikaden-Zirpen und Vogelgezwitscher.

Besonders beeindruckend waren die uralten Kauribäume etwas weiter südlich im Waipoua Forest. Es sind die ältesten des Landes. Tane Mahuta (Vater des Waldes) ist mit mehr als 50m Höhe der größte Baum Neuseelands. Sein Stamm ist mit 4,5m Durchmessern unfassbar dick. Eigentlich sieht man nur Stamm. Die Krone verschwindet irgendwo im Dickicht der anderen Bäume, die daneben aber winzig aussehen. Etwas weiter der ebenso dicke, aber aufgrund eines Sturmschadens weniger Hohe Te Matua Ngahere und mit 3000 – 4000 Jahren der älteste Baum Neuseelands. Was er wohl alles erlebt hat, in seinem Baumleben?
Nach ca. 9 Tagen erreiche ich wieder den Speckgürtel von Auckland. In Muriwai Beach beobachtete ich tausende Basstölpel bei der Aufzucht ihres Nachwuchses. Dass diese Vögel sich auf so engem Raum (ca. 2-3 Nester pro m²) wohlfühlen, wo es doch unendlich viel Platz gibt, ist mir ein Rätsel. Die weißen Vögel mit ihren gelben Köpfen und blauen Augen bleiben ein Leben lang zusammen und ziehen jedes Jahr ein Junges groß. Sie bleiben abwechselnd beim Nachwuchs, während der andere auf Nahrungssuche geht. Wenn der Ausflügler wieder kommt, gibt es erstmal eine lautstarke Begrüßung, bei der die Schnäbel aneinander gerieben werden. Dann wird sich gegenseitig erstmal ausgiebig geputzt.
Piha Beach, nur 4 Km weiter südlich an der Küste, aber mit dem Auto 1 Std. Fahrt und 50 km entfernt, ist ein kleines idyllisches Dorf in einer Bucht mit hohen Klippen und Felsen mit Traumstrand. An den steilen Hängen sind Häuser. Es erinnert mich ein wenig an das Treppenviertel von Hamburg-Blankenese – man hat bestimmt einen schönen Blick auf das Meer – Sonnenuntergangspanorama garantiert. In einem Restaurant gönnte ich mir Fish & Chips, das neuseeländische Nationalgericht zum Abendbrot. Es war ein besonderes Restaurant mit Blick über den Fluss. Jeden Abend um 19 Uhr wurde hier alles unterbrochen: Gespräche, Billadrspile, Kochen, Essen: Es wurde ein Lied gespielt und ein Spruch gesprochen und an die gefallenen Soldaten Neuseelands gedacht. Danach ging das leben weiter. Ich mache eine Wanderung entlang der Klippen und genieße die Ausblicke auf das tiefblaue Meer unter mir und die einsamen Strände.
Der Südwesten der Nordinsel
(14.-19. Januar 2026)
Von Piha Beach geht es einmal quer durch Auckland nach Raglan. Von Auckland bis Hamilton ist Autobahn – diese zu fahren, macht mit meinem alten Bus, der nur drei Gänge zu haben scheint, keinen Spaß. Bereits bei 80 km/h klingt der Motor sehr gequält und der Spritverbrauch steigt enorm in die Höhe (>15l/100 Km). Also hänge ich mich hinter einen LKW und bleibe auf der linken Spur. Unterwegs sehe ich eine weitere Kuriosität: ein Fahrradstreifen auf der Autobahn. Fahrradfahrer habe ich allerdings keine gesehen – mit dem Fahrrad auf der Autobahn, selbst wenn die erlaubte Höchstgeschwindigkeit nur 100 km/h ist, was einer deutschen Landstraße entspricht – würde ich auch nicht machen.
Immerhin ging es schnell voran. Auch auf den Landstraßen ist die erlaubte Höchstgeschwindigkeit 100 km/h. diese zu erreichen ist aber meistens unmöglich. Die Straßen sind oft sehr kurvig, gehen bergauf und bergab über die Hügel, wie eine Achterbahn. Das Lenkrad steht selten gerade aus, man kommt aus dem Lenken oft gar nicht heraus und die Durschnittsgeschwindigkeit liegt bei ca. 50 km/h.
Raglan ist ein kleiner Ort mit einem Traumhaften Strand, einer Art Fjord und als Surfer-Mekka bekannt. Statt einem Brett leihe ich mir doch ein Kajak, denn ich wollte die Limestones – schöne Felsformationen auf der anderen Seite des Fjords ansehen. Da ich aus versicherungsrechtlichen Gründen alleine jedoch kein Kajak mieten darf, muss ich mich einer geführten Tour anschließen. Als wir in die Boote steigen wollen, prasselt ein Regenschauer auf unser herab und die Familie, die mit mir noch die Tour gebucht hatte, sprang ab. So war ich plötzlich mit der Guidin alleine. 10 Min später hörte auch der Regen auf und wir paddelten bei strahlendem Sonnenschein auf die andere Seite zu den Felsen.

Paralell zum Ufer ging es zwischen Felssäulen hindurch in kleinere Höhlen. Ich lernte, dass es einen Baum gibt, der im Sommer orangene Früchte bildet, die für den Menschen giftig aber für Vögel essbar sind – wenn auch nicht wirklich bekömmlich. Die Vögel brauchen so lange, die Früchte zu verdauen, dass sie in ihrem Verdauungssystem zu gären beginnen, bevor sie ausgeschieden werden. Durch den sich bildenden Alkohol werden die Vögel dann betrunken und können nicht mehr fliegen, geschweige denn geradeaus laufen. Es gibt wohl sogar eine Auffang-Station, in der die betrunkenen Vögel ausnüchtern können.
Raglan begeistert mich mit einem ganz besonderen Vibe. In der einzigen Hauptstraße reiht sich ein Café an das nächste. Die Menschen sitzen auf den Terrassen und lachen, Reggae-Musik schallt durch die Straßen und es herrscht gute Stimmung.
Am nächsten Tag regnete es und ich nutzte die Zeit, um in einer Bibliothek bei kostenlosem WLAN und Strom ein Fährticket für nächste Woche zu buchen. Der Typ bei der Autovermietung sagte zwar schon, dass es besser wäre, 3-4 Wochen im Voraus zu buchen, wenn ich nicht eine Nachtfahrt zu unchristlicher Zeit haben wollte. Aber ich wollte mir etwas Flexibilität erhalten und lieber nur eine Woche im Voraus buchen, was sich als fataler Fehler herausstellte, denn die nächste verfügbare Überfahrt war Ende Februar, einen Monat später als eigentlich geplant. Ich blätterte zwischen den Tagen hin und her, verglich die Fährlinien und hängte mich in die Warteschleife am Telefon um nach spontanen Stornierungen zu fragen. Noch während ich in der Warteschleife hing, sah ich plötzlich ein Ticket für den 23.1., nur einen Tag später, als ich eigentlich fahren wollte. Ungeachtet des Preises schlug ich zu und buchte gleich noch ein Ticket für die Rückfahrt, denn ich wollte ja nicht auf der Südinsel stecken bleiben…
Weiter geht´s zu den Waitomo Caves, die für ihre Glühwürmchen bekannt sind, die tatsächlich wie Sterne bläulich an der Höhlendecke funkeln. Mit einem Boot gleiten wir lautlos auf dem Fluss, der durch die Höhle fließt dahin. Sprechen dürfen wir nicht, um die leuchtenden Insekten nicht zu stören. Diese Glühwürmchen sind jedoch keine Glühwürmchen, wie wir sie in Europa kennen. Es ist die Larve einer Motte, die gerne an Felsüberhängen hängt und klebrige Fäden nach unten hängen lässt. Mit ihrem blau-weißen Licht möchte sie Insekten anziehen, in der Hoffnung, dass diese sich in den klebrigen Fäden verfangen. Wenn es irgendwo wackelt, zieht die Larve den entsprechenden Faden nach oben zu sich und verspeist, was daran hängen geblieben ist.
Auf dem Weg zur Küste halte ich noch bei der Mangapohue Natural Bridge, einer riesigen Natur-Brücke aus Fels an. Wahrscheinlich dem Überbleibsel einer Höhle, die vor vielen Tausend Jahren eingestürzt ist. Wie Piripiri Cave ein paar Kilometer weiter ist eher unspektakulär. Schöner hingegen die Marokopa Falls, ein Wasserfall mit mehreren Stufen mitten im Urwald.

Nach ca. 30 Km Schotterpiste durch eine Bilderbuch-Hügellandschaft und endlosen Weiden, auf denen Schafe und Rinder grasten und ein glückliches Leben genossen, kam ich bei den Three Sisters an. Drei Fels-Säulen vor einer Steilküste, die nur bei Ebbe zu erreichen waren. Leider stimmte der neuseeländische Tidenkalender nicht, den ich mir extra herausgesucht habe. Als ich dies bemerkte, war es fast schon zu spät, aber ich schaffte es gerade noch rechtzeitig zu den Felsformationen, die tatsächlich aussahen, wie drei Nonnen im Wasser. Daher wohl auch der Name „The Three Sisters“.
Die nächste Wanderung wäre eigentlich nur wenige Autominuten entfernt gewesen, wäre da nicht eine Straßensperrung, die mich zu 200 km Umweg zwang. Das bedeutete 5 Std. Fahrt über den legendären Forgotten World Highway. Eine schmale Straße, teilweise nur einspurig, die sich zwischen den steilen Hügeln entlang wand. Teilweise mit spektakulären Aussichten auf die beiden Vulkane Mount Taranaki und Tongariro. Auf dieser Straße war ungewöhnlich viel Verkehr, was die Fahrt zu einer echten Herausforderung machte, da nicht überall zwei Autos locker nebeneinander passten. Ich war froh, dass Sonntag war und keine großen LKWs unterwegs waren. Die Straßenabbrüche und Unterspülungen, bei denen nur eine Seite der Straße befahrbar war, weil die andere abgebrochen war, war nicht sonderlich vertrauensförderlich. Ich war froh, endlich in Stratford, am Fuß des Mount Tongariro anzukommen, fuhr jedoch gleich weiter, da mir die Atmosphäre in diesem Geisterort überhaupt nicht gefiel. In New Plymouth fand ich schließlich einen schönen Platz mit Seeblick und Windschatten für die Nacht. Außerdem schien dort die Sonne, während sich in Stratford die Wolken vor dem 2500m hohen Mount Taranaki aufstauten. Das ließ mich auch meine Wanderpläne ändern, denn ich wollte die Aussicht auf den schönen Vulkan und das Meer genießen und nicht im nasskalten Wolkennebel festhängen. Daher bestieg ich den Berg vom Norden bis zu seiner Hochebene auf 1200m.

Der Weg bestand ausschließlich aus Stufen über die man die 700 Höhenmeter erklomm. Von oben hatte man eine atemberaubende Aussicht auf den Vulkan, dessen Gipfel sogar sichtbar war – ein wohl eher seltenes Ereignis, denn normalerweise hängt der Gipfel immer in den Wolken.
(20.-23. Januar 2026)
Am Abend ließ sich der Mount Taranaki ein letztes Mal zwischen roten Abendwolken blicken, dann verhüllte er sich die nächsten beiden Tage in Regenwolken.
Da, wo ich war, war der Regen ein normaler Dauerregen, wie man ihn auch in Deutschland kennt. Im Norden und Nordosten der Nordinsel kam so viel Wasser vom Himmel (300 ml in 30 Std.) wie es sonst in 1-2 Monaten regnet. Dies führte zu Überschwemmungen, aufgeweichten Böden und daraus resultierenden Erdrutschen, bei denen sogar Menschen ums Leben kamen.
Ich fuhr weiter Richtung Wellington. Unterwegs hielt ich kurz in Whanganui an um rot blühende Bäume und schöne Häuser zu bestaunen. Im Museum gab es eine interessante Ausstellung über Holz und dessen Eigenschaften. In einer Ecke hing Furnierholz dünn wie Papier von der Decke und über einem Stuhl. Bürsten mit weichen Wurzelborsten lagen aus. Den Rahmen der Ausstellung bildeten Kanthölzer, die mit kleinen Dübeln zu festen Gebilden zusammengesteckt waren. Hier diente Rundholz als kurzes, stabiles Verbindungsstück und Nagel-Ersatz. In langer Form wurde das selbe Rundholz allerdings sehr formbar, hing in fließender Bewegung von der Decke und wirkte plötzlich so gar nicht mehr stabil. Diese weichen, feinen, dünnen, fließenden und gleichzeitig festen, tragenden Eigenschaften von Holz alle auf engstem Raum vereint zu sehen, war schon interessant.
Drei Tage später schien in Wellington endlich wieder die Sonne. Ich sicherte mir einen Stellplatz am südlichen Stadtrand mit Meerblick. Auf dem Parkplatz neben mir standen Campingmöbel. Die konnten ja eigentlich nur von Deutschen sein. Das Pärchen, das abends neben mir geparkt hatte, sprach jedoch Englisch. Später hörte ich auf der Toilette zwei Frauen akzentfrei Deutsch sprechen. Als ich raus kam, war meine Nachbarin eine davon. Die Klischees eilen unserer Nation wohl voraus…
In der ersten Reihe im Oberdeck eines Doppeldeckerbusses fuhr ich in die Innenstadt. Die Buslinie führte über die Hügel der Wellingtoner Villenviertel und bot einen herrlichen Blick über die Dächer und das Meer.
In der Innenstadt ging es mit der nostalgischen Cablecar, einer Mischung aus Seilbahn und Zahnradbahn zum Botanischen Garten, wo es einen schönen Blick über die Stadt und schöne Blumen gab. In Wellington gibt es zwischen modernem Stahl und Glas auch noch einige schöne alte Häuser. Die Stadt wirkte trotz Feiertag deutlich lebendiger als Auckland – wie eine Großstadt auch wenn die Busse hier genauso leer waren, wie in Auckland.
Das Warten auf die Fähre verbrachte ich am nächsten Tag mit einem ausgiebigen Strandspaziergang, bei dem ich mehrere blau schillernde Paua-Muscheln fand. Abends hieß es dann „Tschüss Wellington!“ und ich setzte mit der Fähre in 3,5 Std. auf die Südinsel über.
Norden und Westen der Südinsel
(24.-27. Januar 2026)
Die Landschaft neben der Straße war auf den ersten Kilometern auf der Südinsel schon mal deutlich abwechslungsreicher. Auf der Nordinsel führten die Straßen von blauen und weißen Blumen gesäumt durch eine Hügellandschaft, die zumeist von Urwald bewachsen war oder auf der Schafe und Rinder weideten. Ab und zu gab es mal Maisfelder oder vereinzelte Erdbeer- Apfel- oder Kiwiplantagen und ein Gerstenfeld. Prägendes Bild waren jedoch Weiden mit Rindern und Schafen sowie Urwald.
Auf der Südinsel führte die Straße zunächst an Weinfeldern entlang, später sah ich Hopfen- und Gemüsefelder sowie viele Apfel- und Kiwiplantagen und sogar Aprikosenbäume.
Erster Stopp auf der Südinsel war Pelorus Bridge, ein Gebiet mit vielen kleinen Wanderungen durch einen intakten Urwald. Hier fielen auch die Kiefernwälder auf, die es im Norden weniger gab. Aber hier im Süden wurde wohl viel Wald abgeholzt und mit einer Mischung aus Kiefer und Pinie wieder aufgeforstet. Zwar besser als nichts, aber die Artenvielfalt des Dschungels lässt sich damit leider nicht wieder herstellen.

Die Nacht verbrachte ich an der Cable Bay und bestieg zum Sonnenuntergang den 200m hohen Hügel von dem aus ich einen schönen Blick über die Tasman Bay hatte.
Am Nächsten Tag ging es dann weiter nach Norden zur Rawhiti Cave. Diese Höhle stand in keinem Reiseführer. Der Aufstieg war steil und schweißtreibend. Die 50m breite und 20m hohe Höhle mit ihren uralten, teilweise flechtenbewachsenen Tropfsteinen umso beeindruckender.
Weiter ging´s zu den Te Waikoropupu Springs. Te Wai… was?! Genau, deswegen werden sie eigentlich nur Pupu Springs genannt. Sie sind die größten Kaltwasserquellen Neuseelands und der südlichen Hemisphäre mit glasklarem türkisblauem Wasser.
Die Nacht verbrachte ich im Happy Rainbow Valley, einer kleinen Gemeinschaft aus alternativ geprägten Leuten. Aufgrund der vielen schlechten Bewertungen über die lästigen Sandflies war ich wohl die einzige Camperin und hatte die ganze Wiese am Ende des Tals für mich. So viele Sandflies gab es aber gar nicht – Handyempfang allerdings auch nicht. Weiter ging´s nach Norden ans Ende der Südinsel zum Wharariki-Beach, der wahrscheinlich dank Windows 10 weltberühmt wurde, denn hier sind die Felsformationen, die einen begrüßen, wenn man den Computer hochfährt. Die ganze Küste kann man nur bei Ebbe erwandern. Dafür war ich leider etwas spät, denn die Flut kam zurück. Aber eine schöne Wanderung entlang der Bucht war es dennoch mit beeindruckenden Felsformationen und Torbögen. Zurück ging es über das hügelige Landesinnere, vorbei an grasenden Schafen mit wunderschönem Blick auf das Meer und die Bucht.
(28. Januar – 3. Februar 2026)
Den Regentag verbrachte ich in Mouteka. Städte sind in Neuseeland super für Regentage, denn die Fußwege sind meist überdacht, sodass man beim Schaufenstergucken trocken bleibt. In den Bibliotheken gibt es Computerarbeitsplätze mit Steckdosen und kostenlosem WLAN, sodass man ungestört arbeiten kann. So gehen vereinzelte Regentage auch schnell rum.
Das Warten hat sich auf jeden Fall gelohntAm nächsten Tag schien die Sonne vom wolkenlos blauen Himmel. Auch die Zikaden zirpten wieder – so laut, dass es sogar bei geschlossenem Fenster, Motorlärm und Musik zu hören war. Zunächst ging es in Marahau auf ein Wassertaxi. Die Boote standen auf Trailern an Land und viele Menschen warteten auf das richtige Boot, das sie zum Ausgangspunkt der Wanderung auf dem Abel Tasman Costal Track brachte. Der zählt zu den schönsten Wanderwegen Neuseelands und ist bei jeder Neuseelandreise ein Muss. Dementsprechend ging es hier etwas touristischer zu.
Als alle im richtigen Boot saßen, setzte sich die kleine Karawane aus Booten Richtung Wasser in Bewegung. Ein Traktor zog unser Boot ins Wasser, bis es tief genug war. Dann ging es erstmal zum Split-Apple-Rock, ein Fels, der wie ein gespaltener Apfel auf einem Steinpodest im Wasser lag. Dann sausten wir übers Wasser und hüpften über die Wellen, vorbei an grünen, urwaldbewachsenen Hügeln, leuchtend gelben Sandstränden und Kajakfahrern zur Anchorage Bay. Dort wurden auch von anderen Wassertaxi-Anbietern so einige Menschen an den Strand gekippt, aber die Menschenmassen hielten sich dennoch in Grenzen. Auch auf dem Küstenwanderweg, der sich überwiegend durch den Busch, wie man zum neuseeländischen Urwald sagt, schlängelte, verliefen sich die Menschenmassen gut und ich traf nur hin und wieder auf andere Wanderer. Verglichen mit der Ameisenstraße am norwegischen Preikestolen oder Kjeragbolten war es hier immer noch einsam. Immer wieder gab es Ausblicke durch das Urwalddickicht auf malerische Buchten mit grünblauem Wasser und goldgelbem Sandstrand.
Am nächsten Tag ging es auf die andere Seite der Südinsel: die Wesküste, genauer gesagt zum Cape Foulwind. Hier gab es einen schönen Küstenwanderweg entlang der hohen Klippen und einsamer Sandstrände zu einer Kolonie von Seelöwen, die träge auf den Steinen flätzen. Teilweise waren sie mit ihrer dunkelbraunen Haut auf den dunklen, graubraunen Felsen kaum zu erkennen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Westport, wo die Benzin- und Essensvorräte aufgefüllt wurden, ging es 100 km weiter nach Norden. Die Häuser wurden immer weniger, die Landschaft karger. Einzelne vom Wind zerzauste Bäume säumten die Straße und erinnerten mich an Nordfriesland, wären da nicht noch die Berge und zahlreichen grasenden Rinder, die hier in Neuseeland alle noch Weidezugang zu haben scheinen. Die Straße endete am Oparara Basin. Hier gab es viele Höhlen und natürliche Felsbrücken. Am beeindruckendsten war für mich die Oparara Arch, eine riesige, 43m hohe Felsbrücke, die so groß war, dass sie kaum aufs Foto passte. Sie überspannte auf mehr als 200m Länge einen Fluss und ist wohl der Überrest einer riesigen, eingestürzten Höhle. Moria Gate war etwas kleiner und überspannte einen kleinen Fluss in idyllischem Farnpalmenwald. Durch ein kleines Loch im Fels konnte man sogar unter die Brücke gehen, nachdem man zuvor auf ihr gewandert war, ohne es wirklich zu merken.

Weiter ging es ein Stück auf dem legendären Heaphy Track, einem ebenso schönen und legendären Wanderweg wie dem Abel Tasman Coastal Track. Man könnte tagelang auf diesen Wegen wandern, leider fehlte mir Equippment und Kondition dafür. Daher wanderte ich nur eine Stunde bis zur nächsten Bucht durch einen fast endlosen Palmen-Tunnel. Hin und wieder gab es Ausblicke auf das Meer und einsame Buchten mit bilderbuch-Sandstränden.
Abends wurde ich am Campingplatz ein wenig von den Sandfliegen gefressen, die hier, statt Mücken, auf Menschen lauern um etwas Blut zu saugen. Die Bisse sind ähnlich wie Mückenstiche, jucken aber im Gegensatz zu diesen tage- manchmal sogar wochenlang. Sandfliegen lieben vor allem Füße, aber wenn diese nicht erreichbar sind auch andere Körperstellen. Die Bisse spürte ich die nächsten drei Tage, vor allem nachts.
Nach der ausgiebigen Erkundung der nördlichen Westküste ging es die gleiche Straße wieder nach Süden. In Westport tankte ich wieder Lebensmittel und Benzin, denn auch in die andere Richtung gab es die nächsten 100 Km weder Supermarkt noch Tankstelle. Dafür eine schöne, kaum befahrende Straße am Meer entlang mit schönen Ausblicken auf die Strände und die heranrollenden Wellen.

Dafür gab es eine abenteuerliche Wanderung zum Ballroom Overhang, einem riesigen Felsüberhang am Ende einer schönen Schlucht. Der Weg begann zunächst harmlos auf einem Holzsteg, führte dann in den Urwald und endete nach ein paar matschigen Passagen schließlich an einem Fluss.
Die Wanderung zum Ballroom Overhang, einem riesigen Felsüberhang, war ein richtiges Abenteuer. Der Weg begann zunächst harmlos auf einem Holzsteg, führte dann in den Urwald und endete nach ein paar matschigen Passagen schließlich an einem Fluss. Die Wegmarkierung ging am anderen Ufer weiter. Brücke? Fehlanzeige. Zum Glück wusste ich das vorher schon aus dem Wanderführer und war mit Trekkingsandalen, kurzer Hose und Wanderstock ausgerüstet, sodass ich den Fluss problemlos durchqueren konnte. Nach weiteren 3 Km Urwaldweg durch die Schlucht mit senkrecht abfallenden Felswänden dann der Hinweis: Ballroom Overhang follow Fox River upstream. Ok…
Ca. 5 Flussüberquerungen später erreichte ich dann den Felsüberhang, der so hoch war, dass sogar Bäume unter ihm wuchsen. Es gab eine Feuerstelle, Bänke und sogar eine Toilette. Dort einen Abend am Lagerfeuer zu verbringen und anschließend zelten, ist bestimmt schön – vorausgesetzt es gibt keine Sandfliegen.

Am nächsten Tag ging es zu den Pankake Rocks: Bizarre Felsformationen an der Küste, die tatsächlich aussehen, wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen. In manchen lassen sich sogar Gesichter oder Tiere erkennen. Sie entstanden vor vielen Millionen Jahren aus Muschelresten und Sand, die mit viel Druck aufeinandergepresst wurden und verhärteten. Erdbeben brachten die Felsen nach oben. Wind und Wasser schliffen die weicheren Teile raus und es entstand der Look, der an einen riesigen stapel Pfannkuchen erinnerte.
Die anschließende Wanderung auf dem Riverloop war weniger spannend. Die Flussüberquerung erfolgte gepflegt über Hängebrücken, von den Flüssen, an denen der Weg entlang ging, sah ich aufgrund des dichten Farn- und Palmenwaldes nur wenig.

Spektakulär war hingegen die Hokitika Gorge, ein Fluss, der sich durch eine enge Schlucht aus hellgrauen Kalkfelsen und leuchtend grünen Farnen schlängelte. Das Wasser dieses Flusses war knalltürkis, man hätte meinen können, es hätte jemand Farbe reingekippt, denn von der Spiegelung des Himmels konnte die Farbe nicht kommen – es regnete. Es sind Gletschersedimente, die das Wasser so türkis-blau färben. Durch die Tiefe des Wassers und den langsamen Fluss kommt diese intensive Farbe zustande, die selbst bei Wolken leuchtet. Nur Starkregen über mehrere Tage kann die Farbe trüben und sogar in ein schlammiges Braun verwandeln, aber es regnete zum Glück nur leicht.
Der Starkregen kam am nächsten Tag, den ich wieder in der Bibliothek von Hokitika verbrachte. Die kleine Stadt war überraschend belebt und Hotspot für Greenstone. Die neuseeländische Jade konnte man im mattegrünen Rohzustand zuhauf am Strand finden, oder hochpoliert in traditionellen Maoriformen als Schmuckstücke.
Die Weiterfahrt nach Franz Josef war ein kleines Abenteuer. Es windete plötzlich so stark, dass ich Mühe hatte, den Camper auf Spur zu halten. Die Scheibenwischer arbeiteten gegen den Regen an und wurden vom starken Seitenwind nach oben gedrückt. Müde erreichte ich den Campingplatz an einem See, als die Nachricht kam, ich könnte heute Abend spontan an einer Kiwi-Tour teilnehmen. In einer Stunde sollte ich da sein. Es waren aber 30 Min Fahrt dahin. Die Chance, vielleicht Kiwis in natürlicher Umgebung zu sehen, wollte ich mir nicht entgehen lassen. Also los. Startpunkt war Okarito, ein kleines Dorf an der Küste. Dort lernten wir erstmal ein wenig über Kiwis. Die scheuen Vögel sind streng geschützt und Namensgeber für die Neuseeländer selbst, die sich gerne als Kiwis bezeichnen. Wir verbinden mit Kiwi wohl eher die braune Stachelbeere mit grünem Fruchtfleisch. Auch die haben die Neuseeländer nach ihrem Nationalvogel benannt und bauen sie in Massen an, um sie in die ganze Welt zu exportieren. Ursprünglich kommt die Frucht jedoch aus China aber „Chinesische Stachelbeere“ verkauft sich einfach nicht.
Die Kiwi-Vögel sind etwa so groß wie ein Huhn, flugunfähig und haben einen langen Schnabel an dessen Spitze sich die Nasenlöcher befinden. Sein Gefieder erinnert eher an zotteliges Fell als an weiche Federn. Die Vögel sind sehr scheu und nachtaktiv, weshalb die Tour eine Stunde vor Sonnenuntergang begann. Mit Rotlichtlampen und Walkie-Talkies ausgerüstet ging es in den Wald, wo wir lernten, wie wir der Gruppe eine Kiwi-Sichtung kommunizieren: entweder mit einer blinkenden Rotlichtlampe (das rote Licht können Kiwis nicht sehen), mit Klicklauten oder indem wir in unser Walki-Talkie flüsterten. Dann verteilten wir uns in 20m Abständen auf dem Waldweg und warteten, dass sich irgendwo im dichten Urwald was bewegt oder wir einen Kiwi laufen hörten. Dafür waren die Bedingungen heute allerdings etwas erschwert, denn es war nass, wodurch die Blätter nicht raschelten.
Es wurde langsam dunkel. Das Orange der Wolken verblasste zu einem Grau und das Zwitschern der Vögel verstummte. Irgendwo in der Ferne war eine Eule zu hören. Dann Stille. Eine Mücke summte an meinem Ohr, ich wedelte sie weg. Im Gebüsch vor mir regte sich nichts. Ich ging ein paar Meter den Weg entlang und konzentrierte mich wieder auf das Gebüsch. Stille. Plötzlich in weiter Ferne schrille Rufe: ein Kiwimännchen. Wir gingen zurück zum Auto und fuhren ein paar Kilometer weiter in Richtung der Rufe. Auf dem Waldweg platzierten wir uns wieder größeren Abständen und patrouillierten auf unserem Wegstück, die Ohren in den dichten Busch gerichtet. Der Mond ging auf und stieg am Himmel immer höher. Vollmond – noch eine Sache, die Kiwis nicht mögen, weshalb die Chance sinkt, ihn in solch hellen Nächten zu Gesicht zu bekommen. Doch die grellen Rufe wurden lauter, wenngleich sie immer noch weit entfernt schienen. Dann – wir wollten schon fast gehen – der Ruf eines Kiwiweibchens in scheinbar unmittelbarer Nähe. Wir eilten zur Lichtung am Ende des Wegs, die eigentlich viel zu hell für die Dunkelheit liebenden Vögel war. Wir warteten ein paar Minuten. Aber es zeigte sich nichts. Um 1 Uhr morgens gaben wir müde auf. Leider blieb uns die Kiwisichtung verwehrt. Ein schönes Erlebnis war es trotzdem.
(4.-6. Februar 2026)

Am nächsten Morgen ging es in das Dorf Franz-Josef. Was auf einmal sehr deutsch klingt, ist eigentlich österreichisch, denn das Dorf und der angrenzende Gletscher sind nach dem österreichischen Kaiser benannt worden. Die einzige Existenzberechtigung dieses kleinen Ortes ist wohl der Tourismus, denn es besteht lediglich aus Hotels, Tankstelle, Supermarkt, Souveniershops und einer Reihe Büros, die alle das Gleiche anbieten: Helikopterflüge auf den Gletscher. Dies war allerdings nicht mein Ziel. Ich wollte mir den Blick auf die Eismassen erwandern. Der Weg startete recht harmlos entlang eines Flusses. Auf der anderen Seite einer recht breiten Hängebrücke begann dann allerdings die Kletterpartie über Stock und Stein. Teilweise musste ich 2,5m hohe Wände aus Wurzeln und Fels erklimmen. Größere Schluchten und Flüsse wurden mit Hängebrücken überbrückt, die so schmal waren, dass kaum zwei Füße nebeneinander Platz hatten. Sie waren zwar lang, trugen aber nur 1-5 Personen – mehr wäre bei dem Gewackel ohnehin nicht ratsam. Der Gletscherblick am Ende war jedoch alle Mühe wert, wenngleich sich der Gletscher in den letzten Jahren stark zurückgezogen hatte und nur recht weit entfernt am Ende des Tals zu sehen war. Vor 100 Jahren konnte man hier auf den Gletscher gehen.
Lake Matheson war aufgrund des Windes leider nicht spiegelglatt, weshalb die berühmte Reflektion der Berge nicht zu sehen war. Die waren aber ohnehin wolkenverhangen.
Weiter ging es entlang der rauen Westküste durch endlose Urwälder vorbei an einsamen Stränden und Buchten nach Haast. Der letzte Ort am State Highway 6, bevor es über die Berge geht. Dort verbrachte ich eine recht schlaflose Nacht in Küstennähe. Gegen Mitternacht wurde ich von dem Surren mehrerer Mücke geweckt, die penetrant um mein Ohr kreisten. Ich machte Licht an, um die Quälgeister zu erschlagen und sah, dass die ganze Decke meines Busses mit Mücken übersät war. Eine Stunde Später hatte ich ca. 30 Mücken erschlagen und keine Lust mehr. Der Dachhimmel war nun voller schwarzer Flecken, die darauf warteten, am nächsten Tag beseitigt zu werden. Ich löschte das Licht und wollte gerade einschlafen, als die nächste Mücke um meine Öhren kreiste. Hatte ich wohl übersehen… Ich beschloss sie zu ignorieren – ich war müde.
Am nächsten Morgen wurde ich vom Regen geweckt und erschlug ca. 15 weitere Mücken, die an der Decke hingen. Als ich auf den Fahrersitz kletterte, wirbelte ich eine Wolke von Mücken auf – als ich 30 erschlagen hatte, hörte ich auf zu zählen. Dementsprechend zerstochen war ich und die juckenden Flecken begleiteten mich die nächsten Tage.
Vom angeblich malerischen Haast-Pass sah ich nur Wolken und Regen. Berge konnte ich in dem Grau nur erahnen und ich glaubte nicht wirklich daran, dass auf der anderen Seite des Passes die Sonne schien. Als ich die Wasserscheide überwunden hatte, ließ der Regen jedoch tatsächlich nach und als ich Lake Wanaka erreichte, schien die Sonne.
Die Straße führte an den großen Seen entlang durch eine komplett andere Landschaft aus grasbewachsenen Bergen mit schneebedeckten Spitzen.
Am Ende des Lake Wakatipu fand ich einen schönen Platz für die Nacht direkt am See.
Der Süden der Südinsel

(7.-12. Februar 2026)
Der Süden Neuseelands gehört zu den regenreichsten Gebieten der Erde. Im Fiordland regnet es bis zu 7000 mm pro Jahr. Vergleich Norddeutschland: 800 mm, Bergen (Norwegen): 2000 mm. Hier einen trockenen oder sogar sonnigen Tag zu erwischen ist also wirklich Glückssache. Ich wollte mir aber die schöne Landschaft nicht entgehen lassen und beschloss, mein Glück zu versuchen.
Die erste Lektion war: traue keiner Wettervorhersage, wenn Du nicht weißt, wie es wirklich ist. Das Regenradar zeigte für meine Zielregion Manapouri sämtliche Blauschattierungen. Dementsprechend gering war meine Motivation, dorthin zu fahren, zumal ich am Morgen bei Sonnenschein aufwachte. Als ich ankam, hingen schwere Regenwolken in den Bergen am anderen Ufer des Sees. In Manapouri selbst schien die Sonne. Erst am späten Abend trauten die Regenwolken sich doch über den Campingplatz.
Am nächsten Morgen schien die Sonne. Ein paar Wolken hingen noch verschlafen an den Berggipfeln fest und das Wasser vom nächtlichen Regen verdampfte auf der Straße. Zusammen mit zwei Trampern aus den USA, die ich in Te Anau aufgesammelt hatte, ging es zum Milford Sound. Das Tal wurde immer enger, die Berge immer höher und ich fühlte mich sehr an Norwegen erinnert. Die Bootstour über den Fjord ging dicht an den Bergen entlang, vorbei an Seelöwen, die sich auf den Felsen sonnten, rauschenden Wasserfällen und überhängenden Felsen. Die Wolken hatten sich mittlerweile komplett verzogen und die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel.
Die Wanderung am nächsten Tag ging steil bergauf und wieder über Stock und Stein. Am Ende lag der Lake Marian mit grünem Wasser eingebettet zwischen schneebedeckten Bergen. Obwohl der See nur auf 700m liegt, war es erstaunlich kalt und nur in der Sonne bei Windschatten im T-Shirt auszuhalten. Die Nacht auf 400m Höhe war mit gefühlten 5°C bisher die kälteste, die ich in Neuseeland erlebt hatte und nur mit doppelt gefalteter Decke, Daunenjacke und Kopf unter dem Kissen auszuhalten.
Bluff, der südlichste Ort Neuseelands, hatte außer ziemlich leckeren Fish & Chips, die mir aber den Rest des Tages schwer im Magen lagen, nicht wirklich was zu bieten. Als Pendant zum Cape Reinga im Norden Neuseelands, gab es auch hier einen Schilderbaum, der mir sagte, dass ich seit der Nordspitze gut 1400 km zurückgelegt hatte – wahrscheinlich Luftlinie.
Die Straße führte durch überwiegend flaches Land – Berge waren nur am Horizont erkennbar. Hier fällt mir ein, dass ich noch gar nichts über neuseeländische Baustellen erzählt habe. Die gibt es hier natürlich auch, denn die rauen Witterungsbedingungen setzen den Straßen hier hart zu. Baken bzw. Pylone aufstellen und ein Schild „Bauarbeiten“ mit verbundenem Tempolimit daneben stellen, können die Neuseeländer auch. Sie können aber auch arbeiten und das erfordert die ein oder andere Bau-Ampel, die dann den Verkehr regelt. Das kann eine normale Ampel sein, wie man sie aus Deutschland kennt oder ein Mensch in Warnweste, der am Straßenrand neben einem Pylon steht. Aus der Spitze des orangenen Hütchens ragt ein Besenstil an dessen oberen Ende ein Schild befestigt ist, das meist mit seiner roten Seite und dem Wort „STOP“ dem herannahenden Verkehr zugewandt ist und diesen anhält. Per Funkgerät ist der Mensch mit einem Menschen am anderen Ende des Engpasses verbunden. Wenn die Straße frei ist, wird das Schild umgedreht. Die grüne Seite mit dem Wort „GO“ erscheint und man kann weiterfahren.
Wenn es ganz unübersichtlich wird, gibt es ein sogenanntes Pilot Car. Ein mit orangenen Blinklichtern verzierter Pickup, der die Kolonne mit einem Schild „Follow me“ durch die Baustelle leitet. Ich denke, man würde den Weg auch so finden, aber vielleicht schneller als mit der vorgegebenen Geschwindigkeit.

Die Cathedral Caves waren riesige Höhlen, die das Wasser über viele tausend Jahre in die Klippen gewaschen hatte. Langsam kam auch die Sonne wieder raus – ich war zwar immer noch im Süden der Südinsel aber schon ein bisschen östlicher. Der Leuchtturm am Nuget Point war eigentlich nur die Spitze eines Leuchtturms auf einer Klippe hoch über dem Wasser. Die Küste hier war schön: hohe Klippen, dazwischen einsame Buchten mit goldenen Sandstränden, an denen man stundenlang Muscheln sammeln konnte. Hier gab es so viele der blau-schillernden Paua-Muscheln, dass die Einwohner hier sogar ihre Hausnummern aus ihnen bastelten.
Der Osten der Südinsel
(13. Februar – 1. März 2026)
Von der lieblich-rauen Küste der Caitlins ging es Richtung Nord-Westen ins Landesinnere. Die Landschaft wurde auf einmal bergiger und plötzlich fand ich mich in einer kargen Hügellandschaft wieder. Die Hügel wirkten fast nackt, viele Felsen ragten heraus doch bei näherem Hinsehen waren die Hügel alle mit trockenem Gras oder Thymianstauden bewachsen. Ich machte eine kleine Wanderung auf einem dieser Hügel, der auf der Rückseite steil in einen Canyon abfiel in dem ein Fluss blaugrün schimmerte. Thymianduft und Blicke auf die umliegende Hügellandschaft waren meine stetigen Begleiter auf der Tour.
Hauptgrund für diesen Abstecher ins Landesinnere war aber eigentlich Oliviers Ankunft in Queenstown. Doch dort flüchteten wir schnell wieder vor dem Touristenrummel nach Wanaka wo wir eine kleine Runde auf dem Minaret Burn Track wanderten. Burn war hier wirklich Programm, denn Olivier holte sich trotz bewölktem Himmel erstmal einen Sonnenbrand. Die Sonne ist hier wirklich aggressiv aber ich habe mich inzwischen daran gewöhnt und komme auch ohne Sonnencreme aus.

Vom Rocky Mountain hatten wir einen schönen Blick auf den Lake Wanaka und zwischen den Wolken konnte man im Hintergrund sogar die schneebedeckten Gipfel um den Mount Cook erkennen. Doch bevor wir diesen besuchten, ging es erstmal wieder an die Küste nach Dunedin (Duniedin gesprochen). An einer Obstplantage auf dem Weg stopften wir uns die Taschen mit verschiedenen Pfirsichsorten, Aprikosen, Nektarinen und Pflaumen voll und gönnten uns die wohl leckersten Kirschen, die ich jemals gegessen habe. Sorte Staccato. Sehr empfehlenswert! Der Fruchtvorrat reichte für die nächsten Tage und bereicherte jeden Morgen unser Müsli. Die Verkäuferin rümpfte die Nase, als sie von unseren Dunedin-Plänen hörte. Ich aber wollte die schönen Häuser sehen, für die die Stadt bekannt war. Schöne Häuser sind in Neuseelands Städten aufgrund der jungen Geschichte und häufigen Erdbeben eher rar gesät. Als wir über die Bergkuppe kamen und die Großstadt sahen, konnten wir das Naserümpfen verstehen. Wir hatten uns die Stadt irgendwie kleiner vorgestellt. Dabei war es die viertgrößte Stadt Neuseelands. Die schönen Gebäude lagen zum Glück alle dicht beieinander, sodass wir sie in kurzer Zeit zu Fuß erkunden konnten. Der Bahnhof war aus dunklem Granit gebaut. Weiße Fugen bildeten einen starken Kontrast zwischen den fast schwarzen Mauersteinen. Säulen und Ornamente verzierten das Bauwerk. Die Wartehalle war mit schönen Mosaiken verziert. Es gab noch ein paar weitere Häuser in ähnlichem Stil sowie eine gotische Kirche.
Nach einem Abstecher auf die Halbinsel vor Dunedin, wo wir leider keine Pinguine, dafür aber einige große Seelöwen sahen, ging es an der Küste entlang weiter nach Norden. Immer wieder sahen wir Fur Seals (Pelzrobben) an der Küste. Die kleinen jungen krakelten laut und hopsten unbeholfen über die Felsen während die Eltern entweder auf Fischfang waren oder auf den Felsen in der Sonne relaxten und tief und fest schliefen.

Oamaru – eine Kleinstadt an der Küste war eine kleine Überraschung. Hier gab es viel schöne alte Architektur und sogar so etwas wie eine Altstadt mit vielen kleinen Läden in denen es viel Selbstgemachtes und Kunst zu kaufen gab. Auf Empfehlung eines Künstlers, der lustige Gesichter aus Schrott baute, gönnten wir uns nebenan ein kleines belgisches Craftbeertasting und sahen dem Treiben auf der Straße zu.Am Abend ging es wieder ins Landesinnere Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands, entgegen.Die Landschaft wurde zunehmend bergiger, doch schließlich gelangten wir auf eine Hochebene: endlose Prärie und am Horizont schimmerten die Berge in Blau. Schließlich tauchte Lake Pukaki auf. Der See schimmerte in knalligem Türkisblau zwischen den kargen, teilweise schneebedeckten Bergen. An seinem Ende thronte stolz Mount Cook mit seinen fast 4000m Höhe. Wir entschieden uns zu erst für die Wanderung zum Abel Tasman Gletscher in einem Nebental. Der Weg zum Glacier-Viewpoint war von Asiaten überrannt. Den Wanderweg entlang des Gletschersees hatten wir hingegen fast für uns alleine. Allerdings sahen wir von dem See erstmal nichts, denn ein riesiger Wall aus Schutt versperrte die Sicht. Wir wanderten zwischen dem Wall und steilen Bergen und träumten von Mittagspause in der Sonne mit den Füßen im Gletschersee. Am Ende des Sees hatten wir auch das Ende des Walls erreicht und staunten nicht schlecht, als wir den See gefühlt 150m unter uns in milchigem Türkis schimmern sahen. Der Gletscher war von einer dicken Schicht aus Schutt und Geröll bedeckt, das ihn daran hinderte, so schnell zu schmelzen, wie die anderen Gletscher in der Umgebung. Doch am See schimmerte das Eis blauweißlich und man konnte es knacken hören.
Die Wanderung zum Kea Point sollte eigentlich weiter ins Hooker Valley gehen, aber das war leider wegen Brückenbauarbeiten geschlossen. Also tummelten wir uns mit gefühlt hundert Asiaten und einigen europäischen Touristen am Kea Point und genossen den seltenen Anblick des schneebedeckten Mount Cook, der an diesem Tag ausnahmsweise mal nicht von Wolken umhüllt war.

Nach zwei Tagen verließen wir das Mount Cook Valley mit seinem blauen Lake Pukaki und fuhren ein Tal weiter zum nächsten großen türkisblauen See: Lake Tekapo. Der ist vor allem wegen seiner bunten Lupinenblütenprachten am Ufer bekannt, doch für die waren wir leider zu spät. Von den Blüten waren nur noch vertrocknete Samenschoten übrig. Der Blick vom Mount John auf den blauen See und die umliegende Hochebene, die von teilweise schneebedeckten Bergen umrahmt war, war die Anstrengung der kleinen Bergtour auf jeden Fall wert. In dem Café am Gipfel, das mit dem Auto erreichbar war, waren wir wohl die einzigen europäischen Gäste unter lauter Asiaten, die in ihren Spitzenkleidern aus einer anderen Welt hier hergefallen schienen. Insbesondere die Frauen hatten ihre Gesichter oft komplett verhüllt: die untere Gesichtshälfte war mit einer Maske bedeckt, die Augen mit der Sonnenbrille und der Kopf mit einem Sonnenhut mit riesiger Krempe. Manche hielten noch einen Sonnenschirm über sich, obwohl die Sonne bei dem verdeckten Kopf und der langärmligen Bekleidung keine Chance hatte, auch nur ein kleines Bisschen Haut zu bescheinen. Nur für ein Foto wurde die Schutzbekleidung abgenommen, dann schnell wieder aufgesetzt, denn man wollte auf keinen Fall braun werden und aussehen, wie ein Arbeiter auf dem Reisfeld.
In Christchurch besuchten wir Bekannte von Olivier und besichtigten die Stadt bzw. das, was nach dem verheerenden Erdbeben von 2011 übrig geblieben war. Obwohl die Schutthalden mittlerweile beseitigt und einige Gebäude wieder aufgebaut waren, wirkte die Stadt leer. Es gab viele offene Plätze, auf denen wohl mal ein Gebäude stand. Um die Leere etwas zu kompensieren, gab es viele schöne Wandbilder, teilweise sogar ganze Hausfassaden als Wandbild. Dazwischen rumpelten die alten Trambahnen durch die Straßen – eine reine Touristenattraktion, die wir in einem Café an uns vorbeiziehen ließen, während wir zu erst asiatische Nudeln und später belgische Waffel genossen.
Zwischen Christchurch und Picton gab es nicht viel zu sehen. Kaikoura hatte eine ganz schöne Halbinsel auf der wir einen kleinen Spaziergang zur örtlichen Robbenkolonie machten. Die war wirklich groß und teilweise schliefen die Robben so dicht am Weg, dass es unmöglich war, den empfohlenen Sicherheitsabstand von 10 m einzuhalten. Zum Glück schliefen sie so fest, dass sie uns nicht bemerkten. Delfine und Pinguine, für die dieser Ort bekannt ist, sahen wir leider nicht.
Weiter ging es auf der Pacific Road auf dem schmalen Stück Land zwischen Meer und Bergen weiter nach Norden. Die Straße für sich war schon sehenswert. Es gab permanenten Meerblick auf türkisblaues Wasser und Karibik-feeling. Wir stoppten am legendären Straßenimbiss Nin´s Bin und gönnten uns ein Luxusessen: Crayfish (eine Art Hummer) mit Knoblauchbutter und Fish & Chips. Die Möwen warteten gierig vor dem Imbisswagen und ich wartete darauf, dass sie sich auf die ahnungslösen Touristen stürzten um ihnen das Essen aus der Hand zu reißen. So kannte ich es schließlich von zuhause. Draußen Fischbrötchen essen ist in Kiel kaum noch ohne Möwenangriff möglich. Doch in Neuseeland geschah nichts dergleichen. Die Möwen saßen einfach nur da und sahen den Menschen beim Essen zu.
Picton, die Hafenstadt im Norden der Südinsel hatte ich bei meiner Ankunft im Dunkeln nicht wirklich wahrgenommen. Sie lag eingehahmt in eine hügelige Berglandschaft am Ende des Queen-Charlotte-Sound. Der Ausblick vom nahegelegenen Hügel auf dem Fjord mit seinen zahlreichen Buchten war atemberaubend. Die Stadt besteht hauptsächlich aus einem Hafen und ein paar Restaurants und Cafés am Hafen.
Abends kam plötzlich ein heftiger Sturm auf, der unseren kleinen Van auf dem Parkplatz und die Bäume rings herum ordentlich durchschüttelte. Für die Cook Strait, die wir überqueren mussten um zur Nordinsel zu gelangen, waren 5m hohe Wellen angesagt. Der Wind kam aus Süd, ungebremst aus der Antarktis, so würden die Wellen seitlich auf das Schiff treffen. Das konnte ja lustig werden.
Der Kapitän verkündete zu Beginn der Überfahrt, dass es diesmal länger dauern würde und wir Wellington statt um 1 erst um 3 Uhr morgens erreichen würden.
Das erste Drittel der Überfahrt war ruhig, denn wir mussten erstmal aus dem Fjord rauskommen, der uns im Moment noch vor der Schaukelei bewahrte. Ich schlief ein und träumte, dass ich fiel und fiel und fiel…. BUUUUUMMMM ein dumpfer Schlag riss mich aus dem Schlaf. Die erste Welle hatte die Fähre getroffen. Scheinbar hatten wir die Cook Strait erreicht. BAAFFF!!! Das war die nächste Welle. Das ganze Schiff zitterte. Nach ein paar weiteren dumpfen Schlägen hatten wir uns eingeschaukelt und rollten über die Wellenberge. Im Flugzeug hätten bei solchen Turbulenzen längst die Anschnallzeichen aufgeleuchtet und alle wären gezwungen gewesen, auf ihren Sitzen zu bleiben. Auch das Bordpersonal würde bei solchen Bedingungen sitzen. Auf der Fähre kam die Durchsage: Kostenloser Kaffee und alkoholfreie Kaltgetränke für alle – als Entschuldigung für die Verspätung. Als Ergänzung noch der Hinweis: man möge sich bitte beim Gehen an den Geländern festhalten. In der Tat: Laufen auf dem Schiff war nicht so einfach. Die Gesichtsfarbe so mancher Passagiere änderte sich und die ersten beugten sich über die Reling oder griffen – wich ich – zur Papiertüte (wobei ich gestehen muss, dass mir die letzte Mahlzeit schon vor Betreten des Schiffs schwer im Magen lag). Nach ca. 1,5 Std. hatten wir die geschützte Bucht von Wellington erreicht und es wurde wieder ruhiger. Schließlich machten wir um 3 Uhr am Kai fest. Aber es dauerte noch eine ganze Stunde, bis wir endlich das Schiff verlassen konnten. Da es in Wellington selbst nur begrenzte Freedomcampingplätze gab, die um diese Zeit sicherlich alle belegt waren, mussten wir noch eine Stunde fahren, bis wir um 5 Uhr morgens endlich unseren Schlafplatz am Ufer eines Sees erreichten.










