{"id":207,"date":"2018-08-12T19:36:00","date_gmt":"2018-08-12T19:36:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nordlichtblog.de\/?p=207"},"modified":"2020-03-25T22:44:06","modified_gmt":"2020-03-25T21:44:06","slug":"norwegen-abseits-der-massen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nordlichtblog.de\/?p=207","title":{"rendered":"Norwegen abseits der Massen"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"color:#000000\" class=\"has-text-color\">Durch die letzten Norwegenreisen war ich  von dem l\u00f6ffelf\u00f6rmigen Nordland sehr fasziniert und ich f\u00fchlte mich von  der weiten, kargen Gebirgslandschaft regelrecht angezogen. Daher war es  naheliegend, das Land auch in diesem Jahr wieder als Urlaubsziel zu  w\u00e4hlen.<br>Die typischen Sehensw\u00fcrdigkeiten hatte ich  in den letzten Jahren schon abgeklappert. Die Landschaft war sch\u00f6n, von  den Menschenmassen war ich jedoch meist genervt, sodass ich dieses Jahr  eine Route abseits der Massen w\u00e4hlte. Auf Google Earth sah ich mir das  Land von oben an. Sah eine Landschaft aus der Luft spannend aus,  vergewisserte ich mich per Google Streetview und Bildern von diesen  Orten, ob es die Landschaft dort auch wirklich meinem Geschmack  entsprach und markierte die Sch\u00f6nen Stellen. Nach und nach entstanden  Punkte auf der Karte, die ich am Ende zu einer Reiseroute zusammenf\u00fcgte.  Aus einem in der Bibliothek ausgeliehenen Wanderf\u00fchrer und auf der  Seite <a href=\"http:\/\/www.ut.no\">www.ut.no<\/a> suchte ich nach sch\u00f6nen  Wandertouren auf meiner Reiserroute, druckte die dazu passenden Karten  aus und fuhr schlie\u00dflich kurz nach der Sommersonnenwende gen Norden.<br>Kiel verlie\u00df ich bei Nieselregen, der  Norden D\u00e4nemarks empfing mich mit strahlendem Sonnenschein. Der erste  Zwischenstopp war Bullbjerg, ein hoher Felsen in der Jammerbugt im  Norden D\u00e4nemarks. Aus 50m H\u00f6he hatte ich einen wundersch\u00f6nen Blick \u00fcber  die Nordk\u00fcste D\u00e4nemarks mit ihren zerzausten W\u00e4ldern und sanften  Grash\u00fcgeln. Ich unternahm einen ausgedehnten Strandspaziergang und  suchte abends nach einem sch\u00f6nen Stellplatz, was aufgrund der vielen  Parkverbotszonen leider nicht ganz einfach war.<br>Am n\u00e4chsten Tag fuhr ich weiter nach  Hirtshals, wo ich abends mit der F\u00e4hre nach Norwegen \u00fcbersetzte. Gegen  1:00 Uhr morgens kam ich bei abendlichem Himmel in Kristiansand an. Ein  Zollbeamter stellte mir Fragen auf die ich h\u00f6chst d\u00e4mlich antwortete (Wo  wollen Sie hin? Norwegen. Ach nee\u2026). Ich war etwas \u00fcberrumpelt, dass er  mich anhielt aber er lie\u00df mich trotz meiner dummen Antwort fahren, ohne  meinen Bus genauer zu inspizieren.<br>Von Kristiansand fuhr ich auf der E39 nach  Westen. Die Stra\u00dfe schl\u00e4ngelte sich zun\u00e4chst durch gr\u00fcne H\u00fcgel, sp\u00e4ter  \u00fcber kahle Felsberge. Mein erster Stopp war Sogndal Stranda, ein kleines  Fischerdorf an der K\u00fcste. Der Weg auf den 300m hohen \u00c5ros\u00e5sen f\u00fchrte  zun\u00e4chst \u00fcber saftige Schafsweiden, auf denen bunte Wildblumen bl\u00fchten.  Weiter oben durchquerte ich einige Wollgrasfelder und hatte vom  Gipfelrundweg eine wundersch\u00f6ne Weitsicht auf die Nordsee und die  vorgelagerten Inseln.<br>Den n\u00e4chtlichen Stellplatz teilte ich mir  mit einigen anderen Wohnmobilisten aus Deutschland. Keiner kannte den  Sogndal Stranda vorher, alle hatten sich aber aufgrund des Namens einen  Sandstrand erhofft, den es dort aber nicht gab. Stattdessen konnten wir  aber eine voll ausgestattete K\u00fcche, Dusche, Waschmaschine, Trockner und  WLAN des Hafenhauses nutzen.<br>Weiter ging es auf dem RV44, auch  Nordsj\u00f6vegen genannt, nach Westen. Die Tour auf dem Kjerringsfjell war  kurz aber sch\u00f6n. Der von Wildblumen ges\u00e4umte Weg f\u00fchrte durch  verkr\u00fcppelte Birkenw\u00e4lder auf eine schroffe, felsige Mondlandschaft.  Schneller als erwartet war ich wieder beim Bus und fuhr weiter nach  Westen wieder an die K\u00fcste. In Ogna erwartete mich ein strahlend wei\u00dfer  Sandstrand und t\u00fcrkiesblaues Meer. H\u00e4tte es statt Heckenrosen noch  Palmen gegeben, w\u00e4re das Karibikfeeling perfekt gewesen. Nur zum Baden  war das Wasser leider zu kalt und die vielen Fliegen machten das  Sonnenbad in den zahlreichen einsamen Felsbuchten leider etwas  unertr\u00e4glich, sodass ich weiter zum Synesvarden fuhr. Letztes Jahr war  ich von diesem weiten Grasland sehr fasziniert und erlebte bei  zahlreichen Regenschauern, Wolkennebeln, Sonnenstrahlen und Regenbogen  in dem herbstlich angehauchten Grasland sch\u00f6ne Farben- und Lichtspiele.  Im Vergleich dazu wirkte die Landschaft in der hochsommerlichen  Abendsonne unter dem knallblauen wolkenlosen Himmel ziemlich langweilig.  Um 22:50 Uhr bestaunte ich vom Bus aus den Sonnenuntergang. Leider  plumpste sie nicht ins Meer, das sich hinter dem H\u00fcgelland als blaues  Band erstreckte, sondern verschwand hinter einer Wolkenwand. Dass es  aber um 23:30 noch hell genug ist um problemlos drau\u00dfen zu lesen, daran  musste ich mich erst noch gew\u00f6hnen. Einschlafen war f\u00fcr mich bei der  Helligkeit jedenfalls nicht so leicht und ich war froh, dass ich vor der  Reise noch Vorh\u00e4nge in meinen Bus eingebaut hatte.<br>Am n\u00e4chsten Tag fuhr ich 9 Std. und kam  trotzdem nur 240 Km weit. Die kurvenreichen Stra\u00dfen schl\u00e4ngelten sich an  engen, t\u00fcrkiesblauen Fjorden entlang, vorbei an zahlreichen  Obstbaumwiesen durch idyllische D\u00f6rfchen mit bunten Holzh\u00e4uschen.  Aufgrund der vielen Berge und Fjorde gibt es in Norwegen nicht so viele  Stra\u00dfen. Auf den wenigen Hauptstra\u00dfen ist daher recht viel Verkehr.  Gerade im Sommer teilen sich Einheimische und Touristen, PKWs,  Wohnmobile aber auch Reisebusse und gro\u00dfe LKWs die Stra\u00dfen. Wenn es die  Landschaft hergibt, ist die Stra\u00dfe zweispurig, manchmal sogar dreispurig  und es passen problemlos zwei LKWs nebeneinander. Auf solchen Stra\u00dfen  kann man auch schnell, d.h. 80 Km\/h fahren. Mehr ist auf Norwegens  Landstra\u00dfen nicht erlaubt.<br>Man sollte sich auch an die  Geschwindigkeitsbeschr\u00e4nkungen halten, denn wird man erwischt, wird es  teuer: bereits 10 Km\/h zu schnell kosten 210\u20ac und mehr. Ein paar  Kilometer weiter ist die gleiche Stra\u00dfe allerdings nur noch 1,5 Spuren  breit, sodass an einigen Stellen zwei PKWs gerade noch aneinander vorbei  passen. Der Verkehr ist aber der gleiche. Ausweichen ist oft schwierig,  da neben dem Asphalt entweder ein tiefer Graben oder eine scharfkantige  Felswand ist, die ein Verlassen des Asphalts oft unm\u00f6glich machen. So  sind Millimeterarbeit und gutes fahrerisches K\u00f6nnen gefragt, wenn man  die engen Stra\u00dfen ohne Zusammenst\u00f6\u00dfe passieren will. Man sollte  allerdings nicht nur sein eigenes Auto gut kennen, sondern auch das  Fahrverhalten der anderen. Nicht selten kommt ein LKW in einer Kurve  pl\u00f6tzlich auf die Gegenfahrbahn, weil der Sattelauflieger einen engeren  Kurvenradius hat, als die Zugmaschine und der Fahrer daher oft weiter  ausholen muss. Unsichere Autofahrer fahren nicht den erforderlichen  halben Meter an den Rand, da sie denken, sie k\u00f6nnen nicht mehr weiter  au\u00dfen fahren (obwohl noch viel Platz ist). So muss man stehen bleiben  und im Schritttempo aneinander vorbei fahren, obwohl es locker gepasst  h\u00e4tte, wenn beide Autos mit dem rechten Reifen auf der Asphaltkante  gefahren w\u00e4ren.<br>Viele Stra\u00dfen f\u00fchren auch \u00fcber Weideland.  Oft liegen Schafe am Stra\u00dfenrand und sehen den vorbeifahrenden Autos  hinterher. Es kommt aber auch immer wieder vor, dass eine ganze  Schafherde mitten auf der Stra\u00dfe steht und die Autos nur im Schritttempo  passieren l\u00e4sst.<br>Auf der Stra\u00dfe sind die Norweger eher ein  ungeduldiges V\u00f6lkchen und scheinen vor den hohen Bu\u00dfgeldern nicht  zur\u00fcckzuschrecken. Jedenfalls wird man als Touri, der sich streng an die  Geschwindigkeitsgrenzen h\u00e4lt, schnell \u00fcberholt, sobald die Stra\u00dfe breit  genug ist.<br>Die Stra\u00dfenverh\u00e4ltnisse und das  Verkehrsaufkommen zwingen zum Langsamfahren mit einer durchschnittlichen  Reisegeschwindigkeit von ca. 60 km\/h. Berge stellen f\u00fcr die  Stra\u00dfenverl\u00e4ufe in Norwegen kein Problem dar, denn die Norweger sind  wahre Tunnelk\u00fcnstler. In manchen Tunneln f\u00e4hrt man unten in den Berg  hinein. Es geht stets bergauf und nach rechts, bis man nach gef\u00fchlten 5  gedrehten Kreisen oben aus dem Berg wieder heraus kommt und die Autos  unten hineinfahren sieht. In anderen Tunneln f\u00e4hrt man auf ein blaues  Licht zu und kommt schlie\u00dflich in eine gro\u00dfe beleuchtete Halle mit einem  Kreisverkehr und vier Stra\u00dfen, die in unterschiedliche Richtungen im  Berg verschwinden. Wieder andere Tunnel f\u00fchren 10 Km. geradeaus durch  den Berg.<br>Fjorde sind hingegen schwierig. Nicht alle  Fjorde lassen sich mit einer Br\u00fccke \u00fcberspannen oder mit einem Tunnel  unterqueren, sodass man oft mit der F\u00e4hre \u00fcbersetzen muss. Die Preise  f\u00fcr die \u00dcberfahrten sind mit umgerechnet 8-15\u20ac f\u00fcr das Teuerland recht  human. Oft f\u00e4hrt die F\u00e4hre aber gerade vor der Nase weg und man muss  warten, was die Reisezeit verl\u00e4ngert.<br>Mein Bus meisterte mit seinen 95 PS alle  Strecken problemlos und machte sogar bei 20% Steigung bzw. Gef\u00e4lle keine  Mucken. Der Motor hatte eine gute Bremskraft, weshalb ich die Bremsen  seltener benutzte als meine Vorfahrer. Wie eine Bergziege kletterte er  problemlos alle Stra\u00dfen rauf und runter, weshalb ich ihm den Beinamen  \u201eZiege\u201c gab.<br>Die Letzten 30 Km. der Tagesetappe waren  eine Herausforderung. Als ich von der letzten Fjordf\u00e4hre rollte,  prognostizierte mir mein Navi eine verbleibende Reisezeit von 2,5 Std.  f\u00fcr 30 Km. Die letzten 20 Km. waren als enge, kleine Stra\u00dfe  eingezeichnet, die aber recht stabil auf ca. 900 \u2013 1000 m verlief. Ich  war gespannt. Zun\u00e4chst f\u00fchrte die wenig befahrene, schmale Stra\u00dfe an  einem Fjord entlang und schraubte sich dann in mehreren engen  Haarnadelkurven den Berg hinauf. Oben angekommen zweigte eine einspurige  Stra\u00dfe ab. Am Anfang stand ein Schild: \u201eAchtung! Anspruchsvolle  Bergstra\u00dfe \u2013 vorsichtig fahren!\u201c in drei Sprachen. Ok\u2026 Mal sehen, wie  weit ich komme, dachte ich mir und fuhr los. Zun\u00e4chst ging es \u00fcber  saftige Wiesen an einem t\u00fcrkiesblauen Bach entlang durch ein von  verkr\u00fcppelten Birken ges\u00e4umtes Tal. Manchmal ging es etwas bergauf und  so kam ich langsam immer h\u00f6her. Die Landschaft wurde immer karger: ich  passierte die Baumgrenze und kam an riesigen Stauseen vorbei, die  zwischen den wei\u00df-grauen Felsen t\u00fcrkiesblau in der Abendsonne  glitzerten. Wirklich anspruchsvoll war die Stra\u00dfe bisher nicht.  Wahrscheinlich, weil der seltene Gegenverkehr immer dann auftauchte,  wenn gerade eine Ausweichm\u00f6glichkeit in der N\u00e4he war. Es gab aber auch  gen\u00fcgend Stellen, an denen einer auf der einspurigen Stra\u00dfe einige 100m  zur n\u00e4chsten Ausweichstelle h\u00e4tte zur\u00fcckfahren m\u00fcssen. Nur die letzten  Meter waren eine Herausforderung, die Stra\u00dfe hatte 20% Steigung und  f\u00fchrte in einigen engen Haarnadelkurven den Berg hinauf. Aber auch die  meisterte meine Ziege problemlos. Am Ende stand ich auf einem Parkplatz  am Ufer eines t\u00fcrkiesblauen Gletschersees. Die Ufer waren von grauen,  nackten Felsen ges\u00e4umt und gegen\u00fcber thronte in strahlendem Wei\u00df der  Folgefonn \u2013 Norwegens drittgr\u00f6\u00dfter Gletscher. Da ich keine Lust hatte,  auf den 20% Steigung bzw. Gef\u00e4lle eventuellem Gegenverkehr auszuweichen,  beschloss ich, die Nacht auf einem Parkplatz vor dem steilen St\u00fcck zu  verbringen, von wo aus auch meine Wanderung starten sollte.<br>Der Weg zur s\u00fcdlichsten Zunge des  Folgefonngletschers war spektakul\u00e4r. Zun\u00e4chst ging es steil \u00fcber einen  kleineren Berg in ein etwas weiteres Flusstal hinein. Ein t\u00fcrkisfarbener  Gletscherfluss schl\u00e4ngelte sich \u00fcber wei\u00dfe Sandb\u00e4nke. Die Flussufer  waren von knallgr\u00fcnem Moss umgeben und die Bergh\u00e4nge von dunkelgr\u00fcnem  Gras ges\u00e4umt. Auf das Blau-Wei\u00df-Gr\u00fcn folgten graue kahle Felsberge und  \u00fcber allem spannte sich ein tiefblauer Himmel. Die Sonne brannte, aber  aufgrund der H\u00f6he und eines leichten Windes war die Temperatur angenehm.  Der Weg endete vor dem Gletscher, dessen grau-wei\u00dfes Eis haushoch in  den Himmel ragte. Aus t\u00fcrkiesblau schimmernden Gletscherh\u00f6hlen floss  hellblaues Eiswasser \u00fcber graue Felsen.<br>Trotz der sch\u00f6nen Farbenspiele und der  kargen Landschaft in 1000m H\u00f6he, f\u00fchlte ich mich in Fjordnorwegen nicht  wohl. Unten in den Fjorden war mir die Landschaft nicht karg genug. Die  satten Obstwiesen und die bunten D\u00f6rfchen \u00fcberforderten mich. \u00dcberall  war Zivilisation, dabei war mir eher nach einsamer, unber\u00fchrter Natur.  Au\u00dferdem f\u00fchlte ich mich in den engen Fjorden zwischen den Felsw\u00e4nden,  die bis zu 1000m hoch in den Himmel ragten, eingezw\u00e4ngt. Mir fehlte der  Weitblick. Den hatte ich auch auf den Bergen nicht, da die Berge in  dieser Region sehr zerkl\u00fcftet waren und es immer viele h\u00f6here Gipfel  gab, die die Weitsicht behinderten. Au\u00dferdem war es hei\u00df. Die Sonne  brannte von einem wolkenlos blauen Himmel und da die Touren oft am  Fjord, d.h. auf Meeresh\u00f6he starteten, galt es oft 1000 und mehr  H\u00f6henmeter zu erklimmen. In der br\u00fctenden Hitze eine sehr  schwei\u00dftreibende Angelegenheit.<br>So beschloss ich Fjordnorwegen schnell  hinter mir zu lassen und fuhr in zwei Tagen bis zur Vogelinsel Runde.  Vom Auto aus betrachtet war die Landschaft aber trotzdem sch\u00f6n. Enge  Stra\u00dfen f\u00fchrten an sprudelnden Fl\u00fcssen entlang durch saftig gr\u00fcne T\u00e4ler,  windeten sich in engen Kurven steile Berge hinauf, f\u00fchrten \u00fcber gr\u00fcnes  Weideland, vorbei an Stauseen und hinab in Fjorde, die dann per F\u00e4hre  \u00fcberquert wurden. Hin und wieder kam ich durch malerische D\u00f6rfer mit  roten, gelben und wei\u00dfen Holzh\u00e4uschen. Die Nacht verbrachte ich am Fu\u00dfe  des Jostedalsbreen, Europas gr\u00f6\u00dftem Gletscher.<br>Mit mehreren Wohnmobilen stand ich auf  einem sch\u00f6nen Parkplatz mit Gletscherpanorama. Abends bekamen wir noch  Besuch von einer Kuhherde, die die Wohnmobile, vor Allem aber deren  Bewohner, die sich gerade ihr Abendessen grillten, sehr spannend fanden.  W\u00e4hrend einige von den \u00fcberrascht aufschreckten und versuchten, die  Vierbeiner von ihrem Abendbrot fernzuhalten, am\u00fcsierten sich andere  k\u00f6stlich \u00fcber den Streit zwischen den Zwei- und Vierbeinern.<br>Auf Runde war es sonnig, aber mit 16\u00b0C zur  Abwechslung mal angenehm k\u00fchl. Als ich zur Inselerkundung aufbrach, kam  ein kr\u00e4ftiger Westwind auf, der sich oben zu einem Sturm entwickelte.  Ich war froh um meine Regensachen, die mir an diesem Tag als Windschutz  dienten. Wolken zogen auf und h\u00fcllten den Inselberg in dichten grauen  Nebel, der die Sichtweite auf wenige Meter reduzierte. Ich wanderte quer  \u00fcber die ca. 300m hohe Insel und stieg am anderen Ende zum Leuchtturm  mit seinen niedlichen H\u00e4uschen hinunter. Der Wind wehte immer noch  stark, aber die Sonne kam langsam heraus, sodass zumindest die Sicht  besser wurde und ich den R\u00fcckweg an der 250m hohen Steilk\u00fcste entlang  wagte.<br>Die Vogelinsel machte ihrem Namen wirklich  alle Ehre. M\u00e4chtige Seeadler flogen nur wenige Meter an mir vorbei.  Tausende Basst\u00f6lpel br\u00fcteten an einem steilen Felsen hoch \u00fcber dem Meer  und Tordalke schwebten \u00fcber den gr\u00fcnen Wiesen. Bekannt ist die Insel  allerdings f\u00fcr die Papageientaucher, die abends ihre Nester auf der  Insel aufsuchen. Die kleinen Rotschn\u00e4bel waren ungef\u00e4hr so gro\u00df wie eine  Taube und damit kleiner, als ich dachte. Wie Kolibris flatterten sie  auf die Insel zu, spreizten ihre orange-roten Flossenf\u00fc\u00dfe nach vorne und  landeten etwas tollpatschig auf den warmen Steinen, nur wenige Meter  von mir entfernt. Obwohl die Insel recht touristisch ist, hielten sich  die Menschenmassen in Grenzen. An dem Papageientaucher-Spot sa\u00dfen abends  ca. 30 Menschen, fast alles Naturfotografen, die leise die V\u00f6gel  beobachteten. Zu h\u00f6ren war nur das Fl\u00fcgelflattern der V\u00f6gel und das  maschinengewehrartige Klackern der Spiegelreflexkameras.<br>Auf Runde musste ich mich sehr an die  dauerhafte Helligkeit gew\u00f6hnen. Die Sonne ging hier um 23:39 Uhr unter  und verschwand nur kurz hinter dem Horizont, sodass es gar nicht richtig  dunkel wurde. Als ich gegen 1:00 Uhr war ich von meinem abendlichen  Ausflug zu den Papageientauchern zur\u00fcck kam, war es noch hell genug um  problemlos ohne Licht zu lesen und es fiel mir sehr schwer, bei der  Helligkeit \u2013 gef\u00fchlt mitten am Tag \u2013 einzuschlafen.<br>Von Runde ging es \u00fcber die Jugendstilstadt  \u00c5lesund \u00fcber das s\u00fc\u00dfeste Fischerd\u00f6rfchen Bud auf den Atlantehavsveien.  Die Stra\u00dfe f\u00fchrte \u00fcber Inseln, D\u00e4mme und 8 Br\u00fccken \u00fcbers Meer und  verband so die St\u00e4dte Molde und Kristiansund miteinander. Der Ausblick  und die Landschaft waren sch\u00f6n, im Vergleich zu dem, was ich bisher  gesehen hatte, war die in vielen Touristenf\u00fchrern angepriesene Strecke  aber eher unspektakul\u00e4r.<br>In Kristiansund hatte ich den n\u00f6rdlichsten  Punkt meiner Reise erreicht. Nun ging es weiter nach S\u00fcdosten ins  Landesinnere. Dort wurden die Stra\u00dfen wieder breiter und f\u00fchrten \u00fcber  weite Berglandschaften. Anders als in Fjordnorwegen war die Talsohle  bereits auf ca. 500-1000 m \u00fcber NN. Auch die Abst\u00e4nde zwischen den  Bergen waren gr\u00f6\u00dfer, weshalb die Landschaft trotz der 2000 m hohen Berge  nicht mehr so beengend wirkte.<br>Die n\u00e4chste Station war das Dovrefjell.  Die Hochebene ist bekannt f\u00fcr ihre Moschusochsen, die vor ca. 70 Jahren  dort ausgewildert wurden. Der Weg f\u00fchrte durch einen lichten Birkenwald  in dem zahlreiche Wildblumen in allen Farben bl\u00fchten. Oben wurde die  Landschaft karger und unber\u00fchrter. In den gr\u00fcnen T\u00e4lern wuchsen kniehohe  Kr\u00fcppelstr\u00e4ucher, Flechten und Moose. Fl\u00fcsse zogen sich wie feine Adern  durch die Weiten, die auch von den hohen Felsbergen nicht beengt  wurden. Am Horizont erhoben sich die Gipfel des Rondanegebirges und des  Alvdal Vestfjells im blauen Dunst. Hier hatte ich endlich die Wildnis  erreicht, die ich in Fjordnorwegen vermisst hatte. Immer wieder stie\u00df  ich auf Hinterlassenschaften von Moschusochsen, von den Tieren selbst  war jedoch weit und breit nichts zu sehen. Auf dem R\u00fcckweg hatte ich die  Hoffnung schon fast aufgegeben, als ich vor einer Almh\u00fctte einen  Fellberg entdeckte. Ein einsamer Moschusochse graste gem\u00fctlich vor dem  Zaun. Sein langes Zottelfell reichte bis zum Boden und wehte im Wind.  Ich schlich in gro\u00dfem Abstand um ihn herum. Eigentlich sind die Tiere  friedlich. Auf zahlreichen Hinweisschildern wird jedoch empfohlen einen  Sicherheitsabstand von mindestens 200 m einzuhalten, da die Tiere  angreifen, wenn sie sich bedroht f\u00fchlen. Wer angegriffen wird, ist also  selbst schuld.<br>Am n\u00e4chsten Tag regnete es zum ersten Mal  in diesem Urlaub. Da ich keine Lust hatte, den Tag im Bus zu verbringen,  fuhr ich weiter nach S\u00fcden, wo besseres Wetter angek\u00fcndigt war. Die E6  f\u00fchrte noch eine ganze Weile durch die endlose Wildnis des Dovrefjells.<br>Am fr\u00fchen Nachmittag hatte ich Jotunheimen  erreicht. Die schwarzen, kahlen Felsberge stachen d\u00fcster in den  bew\u00f6lkten Himmel. Zu ihren F\u00fc\u00dfen erstreckten sich weite W\u00e4lder aus  Kr\u00fcppelb\u00e4umen, die von Fl\u00fcssen und Seen durchzogen waren.<br>Am n\u00e4chsten Tag wanderte ich zum Grad  Besseggen. Hier musste ich von meinem Vorsatz Norwegen abseits der  Massen abweichen. Bereits einige Km vor dem Parkplatz war Camping und  \u00dcbernachten \u00fcberall verboten. Erst s\u00fcdlich des Parkplatzes und der  Besseggen-Fjellstation standen Keine Verbotsschilder auf den  Parkpl\u00e4tzen. Ich nahm jedoch nicht das Boot \u00fcber den Gjendesee, wie alle  anderen, sondern stieg hinter der Fjellstation gleich den Berg hinauf.  Da sich alle mit dem Boot zu einem Anleger auf halber L\u00e4nge des Sees  bringen lie\u00dfen, um von dort \u00fcber den Grat zur\u00fcckzuwandern, war ich auf  dem Weg fast die Einzige.<br>Der Aufstieg war steil. Schnell lie\u00df ich  die Baumgrenze hinter mir und gelangte schlie\u00dflich auf ein Hochplateau  auf dem es nur noch schwarze und dunkelgraue Steine gab. Nur der blaue  See mit seinen gr\u00fcnen Ufern erinnerte daran, dass ich mich noch auf der  Erde befand. Ansonsten sah die Landschaft eher nach einem anderen  Planeten aus.<br>Das Hochplateau wurde immer schmaler. Zur  Linken gl\u00e4nzte der Gjendesee t\u00fcrkiesblau in 650m Tiefe, zur Rechten  schimmerte das Bessvatnet 250 Tiefe in dunklem Blau. Schlie\u00dflich endete  das Plateau und der Weg f\u00fchrte auf einem ca. 5m breiten Grat auf das  Niveau des Bessvatnet. Der Abstieg war nur auf allen vieren zu  bew\u00e4ltigen. Stahlseile und andere Sicherungssysteme gab es nicht,  weshalb absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit f\u00fcr die sichere  Begehung Voraussetzung waren. Es ging zwar in keine Richtung wirklich  senkrecht nach unten, ein Fehltritt und ein darauf folgender Sturz  h\u00e4tten aber wahrscheinlich trotzdem t\u00f6dlich geendet.<br>Mittlerweile kamen mir die Massen entgegen  und ich war erstaunt, wie viele Menschen diese Voraussetzungen nicht  erf\u00fcllten und mitten auf dem Grat in luftiger H\u00f6he \u00fcber den Seen an ihre  psychischen und physischen Grenzen kamen. Krampfhaft klammerten sie  sich an den Felsen fest, starrten auf das ca. 20m lange Boot, das aus  der H\u00f6he etwa die Gr\u00f6\u00dfe eines Stecknadelkopfes hatte. Nur durch gute  Zuspr\u00fcche und Unterst\u00fctzung der anderen Wanderer kamen alle heil oben  an.<br>Wer mit dem Boot gefahren ist, musste \u00fcber  den Grat zur\u00fcck. Die Landschaft wird aber zwischen dem Grat und der  Fjellstation als die sch\u00f6nste beschrieben, weshalb ich allen, die nicht  schwindelfrei sind, raten w\u00fcrde, von der Fjellstation direkt zum Grat zu  wandern. Trittsicher sollte man aber in jedem Fall sein! Man kann aber  vor dem Grat umkehren und wieder zur\u00fcck laufen, wenn man sich die  Kletterei in luftiger H\u00f6he nicht zutraut. Da ich den Grat hinunter und  wieder hinauf geklettert bin, kann ich sagen, dass der Aufstieg deutlich  schwieriger ist, als der Abstieg. Wer mit dem Boot f\u00e4hrt, muss aber auf  jeden Fall hinauf.<br>Vom Besseggen ging es wieder nach  Fjordnorwegen zum Vettisfossen am westlichen Ende von Jotunheimen. Die  Stra\u00dfe nach \u00d8vre \u00c5rdal hinunter hielt ungeahnte \u00dcberraschungen bereit.  Auf dem Navi sah ich schon, dass es auf der Strecke einige  Haarnadelkurven geben sollte. Nachdem ich schon einige Meter bergab  gefahren war, wunderte ich mich \u00fcber die Schilderkombination vor einem  Tunnel: Achtung Tunnel, starke Kurve und Schleudergefahr. Gleich  dahinter verschwand die Stra\u00dfe in einem schmalen, unbeleuchteten  schwarzen Loch. Ich fuhr langsam hinein und als sich meine Augen an die  Dunkelheit gew\u00f6hnt hatten, sah ich eine Felswand vor mir. Die Stra\u00dfe  f\u00fchrte scharf nach links \u2013 die Haarnadelkurve war also im Tunnel.<br>Die Tour zum Vettisfossen f\u00fchrte durch ein  sch\u00f6nes idyllisches Tal. Links und rechts ragten 1000 m hohe, steile  Felsw\u00e4nde auf, von denen mehrere Wasserf\u00e4lle in die Tiefe st\u00fcrzten und  den t\u00fcrkiesblauen, sch\u00e4umenden Hauptfluss mit Wasser speisten. In dem  engen Tal, das nur einen kleinen Ausschnitt auf den Himmel freigab,  stellte sich das beklemmende Engegef\u00fchl, das ich aus Fjordnorwegen  kannte, schnell wieder ein. Der Weg war gut ausgebaut und nach der  anspruchsvollen Tour vom Vortag leicht zu begehen. Der Vettisfossen war  allerdings weniger spektakul\u00e4r als erwartet. Die angeblichen 273 m  Fallh\u00f6he wirkten gar nicht so hoch und es best\u00e4tigte sich der im  Wanderf\u00fchrer beschriebene Verdacht, dass die Fallh\u00f6he eigentlich gar  nicht so hoch wie beschrieben ist. Der Wasserfall verschwand in einem  Felsbecken, aus dem wei\u00dfe Gischt aufst\u00e4ubte. Leider kam man auch nicht  ganz an den Wasserfall heran und musste das Spektakel aus einiger  Entfernung bestaunen.<br>Am n\u00e4chsten Tag regnete es. Der zweite  Regentag auf dieser Tour. An Fjellwanderung war bei diesem Wetter nicht  zu denken, da die Flechten auf den Felsen bei N\u00e4sse die Wanderungen zu  einer sehr rutschigen Angelegenheit werden lassen.<br>Auch am n\u00e4chsten Tag war nicht wirklich  Besserung angesagt, weshalb ich weiter nach S\u00fcden fuhr. Ich lie\u00df die  rauen Berge hinter mir. Die Stra\u00dfe f\u00fchrte durch eine Landschaft aus  weiten Nadelw\u00e4ldern und sanften H\u00fcgeln.<br>Unterwegs besichtigte ich noch die gr\u00f6\u00dfte  Stabkirche des Landes. Die Holzkirche roch nach warmem Holz und Harz.  Die W\u00e4nde im Inneren waren mit verblichenen Malereien verziert. Au\u00dfen  war die Kirche mit zahlreichen Schnitzereien verziert.<br>Weiter ging es durch endlose W\u00e4lder, doch  obwohl ich eint\u00f6nige Landschaften sehr gerne mag (je eint\u00f6niger, desto  besser), konnte ich den W\u00e4ldern nicht viel abgewinnen. Es stellte sich  eher das beklemmende Gef\u00fchl aus Fjordnorwegen ein. Zwischen den  unz\u00e4hligen hohen B\u00e4umen hatte ich keine Orientierung und mir fehlte der  Weitblick.<br>In Larvik gestaltete sich die  Stellplatzsuche sehr schwierig. Der S\u00fcden Norwegens ist sehr dicht  besiedelt und das Campen fast \u00fcberall verboten. Mit meinem wei\u00dfen  Transporter falle ich oft nicht sofort als Camper auf. Viele Menschen,  denen ich unterwegs begegnete, waren \u00fcberrascht, als sie das Innenleben  meiner Ziege sahen. Die meisten hatten (wahrscheinlich wegen der  fehlenden Fenster und des Werbeaufklebers auf der Seite) eher mit einem  Lieferwagen gerechnet. Einmal wurde ich sogar gefragt, ob ich dienstlich  und mit Dienstfahrzeug unterwegs sei, da ich immer mit einer gro\u00dfen  Kamera herumliefe und Fotos machen w\u00fcrde. Aufgrund dieser Gegebenheiten  und der Tatsache, dass ich keine St\u00fchle o.\u00e4. nach drau\u00dfen stellte  (Definition von Camping) waren mit die Campingverbotsschilder schnell  egal. Da ich aber keine Toilette im Bus habe, musste es zumindest ein  passables stilles \u00d6rtchen geben, was in den dicht besiedelten Gebieten  nicht immer vorhanden war. Schlie\u00dflich fand ich aber einen sch\u00f6nen Platz  in der N\u00e4he von Sandefjord, wo ich die letzten 2 Tage verbrachte. Die  Sonne brannte vom Himmel und es hatte 30\u00b0C, die sich nur im Wasser gut  aushalten lie\u00dfen.<br>Schlie\u00dflich setzte ich mit der F\u00e4hre von  Larvik nach Hirtshals \u00fcber. Bis mich die Arbeit in Kiel wieder rief,  hatte ich noch 3 Tage Zeit und ich beschloss, noch ein paar Tage an der  d\u00e4nischen Nordsee zu verbringen. Je weiter ich in den S\u00fcden fuhr, desto  bew\u00f6lkter wurde der Himmel. Schlie\u00dflich kam ich bei k\u00fchlen 15 \u00b0C in  Fjaltring an. So kalt war es in den ganzen 3 Wochen Norwegen nicht  gewesen. Auch am n\u00e4chsten Tag wurde das Wetter nicht besser und so fuhr  ich zur\u00fcck nach Kiel.<br>Insgesamt war ich 21 Tage unterwegs und  bin in dieser Zeit ca. 3850 Km gefahren. Insgesamt hat es 1,5 Tage lang  geregnet und an 3 weiteren Tagen war der Himmel bew\u00f6lkt. Die anderen  Tage brannte die Sonne von einem Wolkenlos blauen Himmel. W\u00e4hrend der  ganzen Zeit in Norwegen wurde es nicht richtig dunkel und ich freute  mich in D\u00e4nemark umso mehr, als ich abends wieder Sterne am dunklen  Nachthimmel sah.<br>Trotz der ewigen Helligkeit ist Ende  Juni\/Anfang August eine gute Reisezeit, da die Wetterlage in Norwegen zu  dieser Zeit recht stabil ist. Nur mit Restschnee k\u00f6nnte es da noch  Probleme geben, aber das war in diesem Jahr zum Gl\u00fcck nicht der Fall \u2013  die Berge waren alle nahezu schneefrei.<br>Bilder von der Tour gibt es <a href=\"http:\/\/nordlichtblog.de\/index.php\/nggallery\/norwegen-abseits-der-massen\/norwegen-abseits-der-massen?page_id=24\">hie<\/a><a href=\"http:\/\/nordlichtblog.de\/?page_id=24&amp;gallery=norwegen-abseits-der-massen\">r<\/a><a href=\"http:\/\/nordlichtblog.de\/index.php\/nggallery\/norwegen-abseits-der-massen\/norwegen-abseits-der-massen?page_id=24\">.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch die letzten Norwegenreisen war ich von dem l\u00f6ffelf\u00f6rmigen Nordland sehr fasziniert und ich f\u00fchlte mich von der weiten, kargen Gebirgslandschaft regelrecht angezogen. Daher war es naheliegend, das Land auch in diesem Jahr wieder als Urlaubsziel zu w\u00e4hlen.Die typischen Sehensw\u00fcrdigkeiten hatte ich in den letzten Jahren schon abgeklappert. 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