{"id":211,"date":"2017-06-25T19:52:50","date_gmt":"2017-06-25T19:52:50","guid":{"rendered":"http:\/\/nordlichtblog.de\/?p=211"},"modified":"2020-03-25T22:46:09","modified_gmt":"2020-03-25T21:46:09","slug":"femunden-die-jahreszeiten-rueckwaerts","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nordlichtblog.de\/?p=211","title":{"rendered":"Femunden &#8211; die Jahreszeiten r\u00fcckw\u00e4rts"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"color:#000000\" class=\"has-text-color\">Mit vollgepacktem Camper machte ich mich bei Sonnenschein und  sommerlichen Temperaturen auf den Weg nach Norden. Im Gep\u00e4ck: Essen,  Wanderausr\u00fcstung und Kleidung f\u00fcr Temperaturen von 0-25\u00b0C. Das Ziel: der  Femunden in Norwegen.<br>An der deutsch-d\u00e4nischen Grenze wurde ich auch dieses Mal wieder mit  gelangweilter Mine durchgewunken und ich konnte meine Fahrt ohne  Unterbrechung bis Gren\u00e5 fortsetzen, wo ich \u00fcber Nacht mit der F\u00e4hre nach  Schweden \u00fcbersetzte.<br>Am n\u00e4chsten Morgen wachte ich um 5 Uhr auf. Drau\u00dfen war bereits Land  in Sicht. Die Morgensonne war schon ungew\u00f6hnlich warm und drau\u00dfen roch  es nach schwedischem Nadelwald und feuchtem Moos.<br>In Varberg durfte ich mit den ersten Autos von der F\u00e4hre rollen. Doch  bereits auf der Rampe vom Schiff nach unten bildete sich Stau. Unten  stand ein Zollmensch, winkte jedes Auto raus, interviewte die Insassen  und entschied, wer kontrolliert werden sollte und wer weiterfahren  durfte.<br>Ich bef\u00fcrchtete schon eine gr\u00fcndliche Durchsuchung meines Busses, der  auf den ersten Blick gar nicht nach Campingbus aussieht und versuchte  die Unschuldsmine eines kleinen, braven M\u00e4dchens aufzusetzen. Die  Beamtin fragte mich auf Englisch, was ich in Schweden wolle.<br>\u201eWandern.\u201c Antwortete ich.<br>\u201eWie lange?\u201c<br>\u201e12 Tage.\u201c<br>\u201eUnd wo?\u201c<br>\u201eGr\u00f6velsj\u00f6n-Gebiet.\u201c (So hei\u00dft das Gebiet auf der schwedischen Seite des Femunden)<br>\u201eHm\u2026 und haben Sie ein Hotel gebucht oder wo wollen Sie schlafen?\u201c<br>\u201eNein, ich schlafe in meinem Bus\u201c antwortete ich und zeigte nach  hinten in den Laderaum. Sie zog eine strenge Mine und verwies mich in  die Kontroll-Reihe. Von dort konnte ich beobachten, wie die Insassen aus  den ersten Autos ihren Kofferraum ausr\u00e4umten.<br>Ein weiterer Beamter fragte mich, was ich in Schweden wolle, wie  lange ich bleiben wolle, wo ich hin wolle und wo ich \u00fcbernachte. Ich  erz\u00e4hlte ihm von meinem Vorhaben und zeigte ihm die Region auf der  Landkarte. Dann sollte ich den Laderaum \u00f6ffnen. Ich lie\u00df ihn und seinen  Kollegen, der dazugekommen war, in die Kisten und in den Schrank  schauen. \u201eHast du den Ausbau selbst gebaut?\u201c fragte mich der j\u00fcngere.  \u201eJa.\u201c \u201eOh, that\u00b4s very nice!\u201c.<br>Der \u00e4ltere gab auf Schwedisch noch zu bedenken, dass das ja etwas  viel Gep\u00e4ck f\u00fcr eine Person sei, da sollte ich schon meine Wertsachen  nehmen und den Beamten den Schl\u00fcssel geben. Sie erkl\u00e4rten mir, dass sie  den Bus r\u00f6ntgen w\u00fcrden um sicherzustellen, dass ich keine illegalen  Dinge nach Schweden einf\u00fchren w\u00fcrde. W\u00e4hrend der \u00e4ltere mit meinem Bus  davon fuhr, interviewte der j\u00fcngere mich weiterhin. Wie oft ich schon in  Schweden war, ob ich noch andere skandinavische L\u00e4nder besucht h\u00e4tte  und ob ich sowas immer machte und alleine? Wo ich in Deutschland wohne  und was mein Beruf ist. Ich fragte mich schon nach dem Sinn dieses  Verh\u00f6rs, doch als er auf meine Bemerkung, dass ich schon mehrfach in  Schweden und Norwegen war, aber erst einmal in Finnland meinte \u201enaja, in  Finnland reden sie ja auch komisch\u201c, wusste ich, dass es wohl mehr  privates Interesse war und so wurde daraus eine ganz nette Unterhaltung.<br>\u201eHast Du keine Angst?\u201c fragte er mich noch. Ich zuckte mit den  Schultern. Wovor? \u201eSo alleine Urlaub machen?\u201c ich verneinte. \u201eWeil in  Schweden kam es auf \u00f6ffentlichen Rastpl\u00e4tzen in den letzten Jahren  vermehrt zu Auto-Einbr\u00fcchen\u201c gab er zu bedenken. Aha. Ich wusste nicht,  was ich davon halten sollte. Er gab mir noch den Tipp, nie alleine auf  offiziellen Rastpl\u00e4tzen direkt an der Stra\u00dfe zu stehen und eher einsame,  abgelegene Pl\u00e4tze f\u00fcr die Nacht aufzusuchen, da diese sicherer w\u00e4ren.  Dann kam schon der Kollege mit meinem Bus zur\u00fcck und gab mir den  Schl\u00fcssel. \u201eIt\u00b4s okay. Have a nice trip!\u201c.<br>Ich verlie\u00df Varberg und suchte mir einen sch\u00f6nen Platz am Meer zum  Fr\u00fchst\u00fccken. Der Rat des Zollbeamten stimmte mich etwas nachdenklich.  Wenn meine etwas \u00fcber\u00e4ngstliche Mutter mich vor Einbr\u00fcchen warnt, ist  das eine Sache aber wenn mich schon der schwedische Zoll davor warnt?  Ich beschloss den Ratschlag ernst zu nehmen und mich ansonsten auf meine  bisherigen guten Schweden-Erfahrungen zu verlassen.<br>Ich fr\u00fchst\u00fcckte in einem Naturreservat auf einer Bank mit Meerblick,  machte einen Spaziergang durch eine lieblich-raue Heidelandschaft und  machte mich weiter auf den Weg nach Norden, da an Schlafen aufgrund der  Hitze erstmal nicht zu denken war.<br>Ich besichtigte den Wasserfall in Trollh\u00e4ttan, der leider nur ein  kleines Rinnsal war, da die Wassermassen an dem beeindruckenden  Flussbett vorbei in ein Kraftwerk geleitet wurden.<br>Am Nordufer des V\u00e4nern fand ich bei Duse Udde Camping eine sch\u00f6ne  Felsenbadestelle mit sonnengew\u00e4rmten Granitfelsen und t\u00e4uschend echtem  Meerblick wo ich meinen Schlaf nachholen konnte.<br>Ausgeschlafen fuhr ich weiter gen Norden. N\u00f6rdlich des V\u00e4nern wurde  die Landschaft bergiger und die W\u00e4lder gr\u00f6\u00dfer und dichter. Die Stra\u00dfe  f\u00fchrte an deinem See entlang und auf einmal war ich in dem Schweden, das  ich kannte: endlose Waldh\u00fcgel, Seen und rote H\u00e4uschen.<br>Nur die Stellplatzssuche gestaltete sich als schwierig, da die  Badestellen keine Parkpl\u00e4tze hatten und die Gegend ansonsten recht dicht  besiedelt war. Schlie\u00dflich blieb mir nichts anderes \u00fcbrig, als mich zu  zwei Wohnmobilen und einem LKW auf einen offiziellen Rastplatz etwas  abseits der Hauptstra\u00dfe mit Blick auf den Hansj\u00f6n zu gesellen.<br>Am n\u00e4chsten Morgen fuhr ich im Regen weiter nach Norden. Die  Landschaft wurde bergiger, die W\u00e4lder dichter und die Abst\u00e4nde zwischen  D\u00f6rfern und H\u00f6fen gr\u00f6\u00dfer. W\u00e4hrend die Laubb\u00e4ume in Varberg bereits ein  dichtes Bl\u00e4tterkleid trugen, wurden die Bl\u00e4tter an den Birken zunehmend  kleiner, bis nur noch bei genauem Hinsehen kleine Knospen erkennbar  waren. In einem Dorf standen die Schneemobile aufgereiht und bereit f\u00fcr  den Sommer eingemottet zu werden. An einer Badestelle warteten  Badeinseln an Land auf den kurzen Sommer und der vertrocknete  Mitsommerbaum vom letzten Jahr lie\u00df nicht vermuten, dass er bereits in 4  Wochen erneuert werden sollte.<br>Die erste Station war das Fulufj\u00e4ll, einer der s\u00fcdlicheren  Gebirgsz\u00fcge in Schweden, in dem es B\u00e4ren und W\u00f6lfe gibt, die ich aber  leider (oder auch zum Gl\u00fcck) nicht zu Gesicht bekam. <br>Ich lief einen  Rundweg zu Schwedens h\u00f6chstem Wasserfall, den ich zun\u00e4chst von unten  und, nachdem ich den Berg erklommen und einige Schneefelder \u00fcberquert  hatte, von oben bestaunen konnte. Der Weg f\u00fchrte an der Kante des Fj\u00e4lls  zur\u00fcck zum Parkplatz. Auf der einen Seite verlor sich die Hochebene des  Fulufj\u00e4lls im Nebel der tiefh\u00e4ngenden Wolken, auf der anderen Seite bot  sich ein atemberaubender Blick \u00fcber das tannengr\u00fcne Fuludalen in die  endlose, unber\u00fchrte Bergwelt des Nordens.<br>Am Parkplatz angekommen fuhr ich die letzten 100 Km weiter ins  Idrefj\u00e4ll. Unterwegs trabte einige 100m vor mir ein Elch \u00fcber die Stra\u00dfe  und Rentiere grasten am Stra\u00dfenrand.<br>Am Fu\u00df des Idrefj\u00e4lls fand ich schlie\u00dflich einen sch\u00f6nen Stellplatz  auf einem Parkplatz direkt an einem kleinen See und genoss den  Sonnenuntergang bei kaltem Wind mit einer Tasse warmem Tee.<br>Am n\u00e4chsten Morgen regnete es. Ich beschloss, mir den Tag vom Wetter  nicht verderben zu lassen und fuhr die Stra\u00dfe hinauf ins Fj\u00e4ll. Oben  ging der Regen in Schnee \u00fcber. Die Wolken hingen tief aber die Sicht war  gut die erste H\u00e4lfte der Tour hatte ich wieder einen sch\u00f6nen Blick in  die endlosen Weiten der Wildnis. Auf der zweiten H\u00e4lfte der Wanderung  f\u00fchrte der Weg durch einen verwunschenen Urwald. Mit Flechten verhangene  B\u00e4ume standen auf dickem Moos. Zwischendurch moderten einige tote B\u00e4ume  und \u00fcberall wuchsen Blaubeerstr\u00e4ucher (noch ohne Bl\u00e4tter und Beeren).<br>Wieder am Parkplatz angekommen breitete ich meine nassen Sachen zum  Trocknen aus und fuhr weiter nach Norden an den Rogen. Die Stra\u00dfen  wurden immer schmaler, kurviger und schlaglochreicher, sodass ich nur  noch max. 70 km\/h fahren konnte. Dies war das Reisetempo f\u00fcr den  Gro\u00dfteil des Urlaubs und f\u00fcr deutsche Verh\u00e4ltnisse vertretbare Distanzen  von 100 Km wurden zu l\u00e4ngeren Fahrten von 1,5-2 Std.<br>Daf\u00fcr war die Sicht auf weite Moorlandschaften, teilweise noch  gefrorene Seen und schneebedeckte Berge am Horizont eine sch\u00f6ne  Entsch\u00e4digung. Manchmal fuhr ich durch kleine D\u00f6rfer und ich fragte  mich, wie die Menschen hier wohl lebten. Die Lage: mindestens 200 Km bis  zur n\u00e4chsten gr\u00f6\u00dferen Stadt, in der es etwas mehr gab als eine  Tankstelle und einen Supermarkt, Ende Mai noch braune B\u00e4ume und braunes  Gras, vereinzelt noch Schnee und von Gr\u00fcn keine Spur. Den Infotafeln  zufolge spielte die Rentierzucht in dieser Region eine gro\u00dfe Rolle. Und  ich sah auf dem Weg immer wieder Rentierherden, die am Stra\u00dfenrand an  den Flechten knabberten. Aber kann man von der Rentierzucht leben?<br>Da zwischen der Winter- und Sommersaison unterwegs war, waren nicht  nur die Touristeninformationen geschlossen sondern auch die Stra\u00dfe  gesperrt, die mich m\u00f6glichst nah an den Rogen heranf\u00fchren sollte.  Immerhin war direkt neben der Absperrung ein sch\u00f6ner Stellplatz direkt  an einem kleinen See. Um 22:30 Uhr gab es zum Abschluss des Tages noch  ein sch\u00f6nes Abendrot, in der Nacht wurde es jedoch nie richtig dunkel.<br>Am n\u00e4chsten Morgen schien die Sonne und was war sogar verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig  warm. Der alternative Wanderweg, den ich gefunden hatte, f\u00fchrte \u00fcber  sandigen Boden durch einen lichten Kiefern- und Birkenwald vorbei an  zahlreichen kleinen Seen, die noch mit einer dicken Eisschicht bedeckt  waren. Immer wieder erschreckte mich ein Auerhahn fast zu Tode, der mit  lautem Fl\u00fcgelklatschen die Flucht vor mir ergriff, ansonsten war es  still.<br>Ab und zu kam ich an kleinen H\u00fctten vorbei, die mitten im Nichts am  Ufer eines Sees gebaut worden waren. Ich fragte mich, wie die Menschen  wohl das Werkzeug, Baumaterial und M\u00f6bel dorthin transportiert hatten,  denn ich war schon ca. 2,5 Std. durch die Wildnis gelaufen.<br>Vielleicht im Winter? Schlie\u00dflich f\u00fchrte durch die flachen Moore eine  Schneemobilstra\u00dfe, die im Sommer jedoch nicht befahrbar war, im Winter  den Weg zum Rogen allerdings erheblich erleichtern konnte.<br>Bevor ich am Ufer des Rogen ankam, wurde die Luft merklich k\u00fchler.  Der Rogen war noch fast ganz zugefroren und die Eismassen auf dem gro\u00dfen  See strahlten wie ein K\u00fchlaggregat die K\u00e4lte in die Umgebung. Der  Eis-See erstreckte sich bis zu gl\u00e4nzend wei\u00dfen schneebedeckten Gipfeln  am Horizont.<br>Das Ziel am Abend war das Hamrafj\u00e4ll, an dessen Fu\u00df ich an einem  sch\u00f6nen Platz mit Bergblick \u00fcbernachtete. Am n\u00e4chsten Morgen waren die  Scheiben gefroren. Der Frost taute jedoch schnell weg, als die Sonne  \u00fcber den Berg kam. Der Aufstieg f\u00fchrte durch einen braunen Laubwald. Der  Boden war mit zahlreichen Blumentrieben \u00fcbers\u00e4t und hin und wieder  bl\u00fchte ein Seidelbast.<br>Vom Gipfel aus hatte ich einen sch\u00f6nen Blick auf die umliegenden  schneebedeckten Berge und das Fun\u00e4sdal mit seinen vielen Seen, dir durch  einen Fluss miteinander verbunden waren.<br>Die Grenz\u00fcberquerung nach Norwegen verlief zum Gl\u00fcck unspektakul\u00e4r.  Ich merkte nur an den anderen Stra\u00dfenschildern und am neuen Asphalt,  dass ich die Landesgrenze \u00fcberquert hatte. Die Zollstation einige  Kilometer hinter der Grenze ignorierte ich einfach. Schlie\u00dflich hatte  ich auch nichts zu verzollen.<br>Nord\u00f6stlich der Stadt R\u00f8ros fand ich einen traumhaften Stellplatz  oberhalb der Baumgrenze mit bestem Panoramablick auf bis zu 100 Km  entfernte Berge.<br>Der n\u00e4chste Tag war verregnet und ich verbrachte die meiste Zeit des  Tages mit essen, lesen und schlafen im Bus. Ich machte nur einen kurzen  Spaziergang zu einer nahegelegenen alten Kupfermine, die bis in die 70er  Jahre hinein noch aktiv war. Die H\u00e4user der Kupferminen standen  verloren in einer kupferfarbenen W\u00fcste aus Erz-Ger\u00f6llhalden und  Stauseen. Die abgestorbene braune Winterlandschaft und die tiefh\u00e4ngenden  grauen Wolken verliehen dem Ganzen einen relativ tristen Eindruck.<br>Als es am n\u00e4chsten Morgen immer noch regnete, war ich froh, einen  Campingbus zu haben, mit dem ich einfach losfahren konnte und kein  nasses Zelt einpacken musste. In R\u00f8ros studierte ich in einem Supermarkt  auf der Zeitung den Wetterbericht. Im S\u00fcden sollte es besser sein. Also  beschloss ich zur S\u00fcdspitze des Femunden zu fahren wo ich eigentlich  erst am n\u00e4chsten Tag sein wollte.<br>Nach einigen Kilometern h\u00f6rte es auf zu regnen und als ich in Elg\u00e5  ankam, blinzelte sogar vereinzelt die Sonne durch die Wolken. Der Femund  lag kristallklar in der stillen Landschaft und die schneebedeckten  Berge spiegelten sich in der glatten Oberfl\u00e4che. Am Ufer schwammen noch  ein paar Eisschollen, ansonsten war der See eisfrei. Die Landschaft  erinnerte mich an Bilder von Kanada und Alaska, die ich bereits gesehen  hatte.<br>Abends fand ich einen sch\u00f6nen Stellplatz direkt am Ufer des Sees.<br>Am n\u00e4chsten Tag war der Sommer ausgebrochen. Die Sonne brannte vom  Himmel und am See lie\u00df es sich sogar in kurzer Hose und T-Shirt  aushalten. Nur auf dem Vardfj\u00e4ll in fast 1000m H\u00f6he war es etwas k\u00fchler.  Daf\u00fcr war die Sicht auf die umliegenden Berge und den darin  eingebetteten Femunden wieder umso sch\u00f6ner. Von dort konnte ich die  gesamte Region in der ich die letzten Tage wandern war, \u00fcberblicken. Vom  Fulufj\u00e4ll am s\u00fcdlichen Horizont schweifte mein Blick \u00fcber das Idrefj\u00e4ll  zu den schneebedeckten Bergen, die ich auch vom Rogen aus gesehen  hatte, \u00fcber die etwas niedrigeren Berge bei R\u00f8ros bis zum S\u00f8len-Massiv  s\u00fcdwestlich des Femunden.<br>Den Nachmittag genoss ich an einem noch sch\u00f6neren Stellplatz direkt am See: das Wasser war von meiner Bust\u00fcr nur 5m entfernt.<br>Am n\u00e4chsten Tag fuhr ich \u00fcber Gj\u00f8vik, wo ich noch einen Freund  besuchte, wieder gen S\u00fcden und kam schlie\u00dflich nach 2,5 Tagen  \u00fcberwiegender Autofahrt wieder in Kiel an.<br>Insgesamt bin ich ca. 2700 Km gefahren und etliche Kilometer  gewandert. Ich habe zahlreiche Rentiere, einen Elch, Auerh\u00e4hne und  Fasane, eine Schlange, eine Wildkatze und einen Fuchs gesehen und habe  die Jahreszeiten r\u00fcckw\u00e4rts und verdreht erlebt: Sommer, Fr\u00fchling,  Winter, Fr\u00fchling, Sommer. Dabei waren die Tage im Winter fast endlos.  Die ganze Nacht war es so hell, dass es fast zum Lesen gereicht h\u00e4tte.  Je weiter ich in den S\u00fcden kam, desto sommerlicher wurde es: die B\u00e4ume  wurden gr\u00fcner und die Temperaturen stiegen. Daf\u00fcr wurden die Tage k\u00fcrzer  und es war bereits um 23:00 Uhr stockdunkel. Das war in den letzten  N\u00e4chten auf der R\u00fcckfahrt schon fast ungewohnt.<br>Fotos von der Reise gibt es <a href=\"http:\/\/nordlichtblog.de\/?page_id=24&amp;gallery=femunden\">hier<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit vollgepacktem Camper machte ich mich bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen auf den Weg nach Norden. Im Gep\u00e4ck: Essen, Wanderausr\u00fcstung und Kleidung f\u00fcr Temperaturen von 0-25\u00b0C. Das Ziel: der Femunden in Norwegen.An der deutsch-d\u00e4nischen Grenze wurde ich auch dieses Mal wieder mit gelangweilter Mine durchgewunken und ich konnte meine Fahrt ohne Unterbrechung bis Gren\u00e5 fortsetzen,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-211","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-logbuch"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/nordlichtblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/211","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/nordlichtblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/nordlichtblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nordlichtblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nordlichtblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=211"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/nordlichtblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/211\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1197,"href":"http:\/\/nordlichtblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/211\/revisions\/1197"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/nordlichtblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=211"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/nordlichtblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=211"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/nordlichtblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=211"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}